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Die Reportage folgt dem Weg des Wassers und erzählt, warum ausgerechnet Fußballspiele zu Rohrbrüchen führen, warum Essensreste und Medikamente nicht ins Klo gehören, was passiert, wenn ein Rohr platzt, und geht dem Berliner Wasser buchstäblich auf den Grund.
Wenn es etwas gibt, das jeder Berliner jeden Tag tut – dann ist es das Aufdrehen des Wasserhahns. Um zu kochen, Wäsche zu waschen, oder einfach zu trinken. Keine andere Stadt in Deutschland hat besseres Leitungswasser als Berlin. Es unterliegt sogar strengeren Regulierungen als das Mineralwasser, das im Supermarkt angeboten wird.
Auch die Geologen bestätigen: der Berliner Untergrund ist voller Wasser. Allerdings voller Grundwasser, das noch aus der Eiszeit stammt. Berlin steht auf einem gigantischen Sandschwamm, der mit Wasser vollgesogen ist. Wasseradern gibt es keine, dafür aber jede Menge an Mineralien.
Gründe, keinen Schlaf zu finden, gibt es auch, denn die Wasserversorgung und -entsorgung muss sieben Tage in der Woche voll funktionieren. Aus dem Untergrund pumpen die Berliner Wasserbetriebe mit 800 Brunnen Wasser aus einer Tiefe von bis zu 160 Metern.
Lediglich Eisen und Mangan werden entfernt, um aus dem Grund- Trinkwasser zu machen. Mehr ist nicht nötig. Das klingt einfach – und doch hat Berlin das größte und modernste Wasserversorgungsnetz Europas.
Film von Dennis Wagner
Erstausstrahlung (rbb/April 2009)
© Rundfunk Berlin-Brandenburg