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Dokumentation und Reportage
Dokumentation und Reportage
 
Junge deutsche Soldaten (II. Weltkrieg) - von einem US-amerikanischen Soldat bewacht, Quelle: dpa

Junge deutsche Soldaten werden im Zweiten Weltkrieg nach ihrer Gefangennahme von einem US-amerikanischen Soldaten bewacht.

Teil III:

Das Ende

Jeder der Beteiligten hat das Ende des Nazi-Reichs im Mai 1945 auf seine Weise erlebt. Jene schrecklichen, ängstigenden, hoffnungsvollen, verzweifelten, ersehnten Momente, die sich ins Gedächtnis brannten und 60 Jahre später noch lebendig sind.

Ostpreußen, Pommern, Schlesien... der Osten. Seit Anfang Januar sind zweieinhalb Millionen (zwischen Ostsee und Karpaten drei Millionen) Sowjetsoldaten unaufhaltsam auf dem Vormarsch Richtung Westen. Nun stehen sie an der Oder, zum Angriff bereit. Bereit zur letzten Schlacht.

Im Westen stoßen Amerikaner und Briten vor, vom Rhein bis an die Elbe. Ein schneller Vorstoß fast ohne Gegenwehr.

Britische Einheiten befreien im Norden das Konzentrationslager Bergen-Belsen in der Lüneburger Heide, mitten in Deutschland. Sie finden tausende Tote. 60.000 Häftlinge leben noch, entkräftete, ausgemergelte, kranke Menschen.

Das jüdische Mädchen Orna Birnbach erlebt am 15. April 1945 ihre Befreiung aus dem KZ Bergen-Belsen, am 16. April beginnt die blutige Schlacht um die Seelower Höhen vor Berlin. Noch ein knapper Monat und der Krieg wird beendet sein.

Alexander Martinenko, ein russischer Artillerieoffizier, stürmt mit seiner Kompanie der Reichshauptstadt entgegen. Hitler erwartet Hilfe durch seine Armeen im Süden Berlins, die Generäle Busse und Wenck sollen die Reichshauptstadt entsetzten. Doch Hitler wartet vergebens: Fast 200.000 Soldaten und Zivilisten sind mittlerweile eingeschlossen.

Im "Kessel von Halbe". Einer von ihnen ist Harry Czepuck, der in den Kessel von Halbe gerät, in das letzte große Blutbad im Osten Deutschlands. Wenige Tage vor Kriegsende wird auch die Gegend um die kleine märkische Stadt noch zum Massengrab.

Am 25. April ist Berlin umschlossen. Nun dringen die Rotarmisten in die Stadt: Straßenzug für Straßenzug, Block für Block, Haus für Haus werden erobert. Die Berliner erwarten "die Russen" - mit unterschiedlichen Gefühlen.

Vom Westen, über die Elbe, kommt der GI Tony Vaccaro den anrückenden russischen Truppen entgegen. Am 25. April erreichen erste Einheiten der Roten Armee die Elbe bei Torgau. Deutschland ist aufgeteilt: Am Westufer der Elbe stehen amerikanische, am Ostufer sowjetische Soldaten. Es sind noch 13 Tage bis zum Kriegsende.

Nach dem Manuskript der Autoren Christian Klemke und Jürgen Ast zum Teil 3.

Erstausstrahlung 2005/rbb

Dieser Text gibt den Sachstand vom 29.03.2005 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

mehr Infos

1945 - Schlachtfeld Deutschland

Dreiteilige Dokumentation von Christian Klemke und Jürgen Ast
rbb/ 2005

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Schauplätze

Teil III

Schauplätze Teil 3

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Zeitzeugen

Die 19-jährige Inge Maja Weiße

Inge Maja Weiße

Die 19-Jährige Berlinerin wartet sehnsüchtig auf das Ende des Krieges. _mehr

Harry Czepuck

Harri Czepuck

Artilleriebeobachter, im Oderbruch stationiert, überlebt den Angriff der Sowjets auf die Seelower Höhen in einem Erdloch. _mehr

Juri Nelidow

Juri Nelidow

Der junge Offizier ist beim Sturm auf Berlin dabei. Als der Krieg zu Ende ist, will er nur nach Hause... _mehr

Heinz Reinhardt

Heinz Reinhardt

Der 17-Jährige gehört als Flakhelfer zu den jungen Verteidigern Berlins in den letzten Kriegstagen. _mehr

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/doku/titel_mit_s/schlachtfeld_deutschland/folgen/das_ende.html

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