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Dokumentation und Reportage
Dokumentation und Reportage
Vielen Frauen könnte eine Chemotherapie erspart bleiben, wenn man nur nach den richtigen Proteinen sucht. © rbb

Di 02.11.10 12:00

Revolution in der Brustkrebstherapie?

Tumor im Test

Brustkrebs – eine Diagnose, die Angst macht. Nach der Operation stellen sich viele Frauen die Frage: Chemotherapie ja oder nein? Für die meisten Brustkrebs-Patientinnen gab es bislang anscheinend keine Alternative.

Nach neuen wissenschaftlichen Studien muss einer Brustkrebs-Operation nicht zwangsläufig eine Chemotherapie folgen, um optimale Heilungschancen zu erhalten. Bei manchen Patientinnen reichen eine Operation und Bestrahlung aus. Ein Test, der diese Patientinnen herausfiltert, ist schon auf dem Markt. Doch die meisten deutschen Brustkrebszentren ignorieren die neuen Forschungsergebnisse.

Dr. Martina Vetter vom Universitätsklinikum Halle (Saale), Poliklinik für Gynäkologie, © rbb

Dr. Martina Vetter vom Universitätsklinikum Halle (Saale), Poliklinik für Gynäkologie 

Dr. Martina Vetter vom Universitätsklinikum Halle (Saale), Poliklinik für Gynäkologie, sie ist im Labor für die Durchführung der uPA/PAI-1-Diagnostik verantwortlich. Das Labor, geleitet von Prof. Dr. Jürgen Dittmer, sammelt die Daten der Studie und führt die Auswertungen der Proben durch. Die Forschungsreihe sucht nach bestimmten Proteinen, die einen Tumor als gefährlich/aggressiv definieren. Je mehr von diesen Eiweißen gefunden werden, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Tumor streut.

Professor Dr. Christoph Thomssen (l.), Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie und des Brustzentrums am Universitätsklinikum Halle und und Dr. Martina Vetter (r.) , © rbb

Professor Dr. Christoph Thomssen (l.), und Dr. Martina Vetter (r.) 

Professor Dr. Christoph Thomssen (l.), Direktor der Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie und des Brustzentrums am Universitätsklinikum Halle, leitet die Studie "uPA-PAI-1-Test". Er und Dr. Martina Vetter (r.) erwarten die Ergebnisse der 10-jährigen Studie Ende Mai 2009: Vielen Frauen könnte eine Chemotherapie erspart bleiben, wenn man nur nach den richtigen Proteinen sucht.

Dr. Martina Vetter vom Universitätsklinikum Halle (Saale), Poliklinik für Gynäkologie, © rbb

Dr. Martina Vetter  

Die Ergebnisse der 10-jährigen Studie "uPA-PAI-1-Test" werden Ende Mai 2009 erwartet: Vielen Frauen könnte eine Chemotherapie erspart bleiben, wenn man nur nach den richtigen Proteinen sucht.

Welche Gründe gibt es, dass in deutschen Kliniken diese innovative Methode wenig Gehör finden?

Der Film beobachtet zwei Frauen in Berlin, die sich dem Test in einer der wenigen Kliniken, die ihn bereits anbieten, unterzogen haben. Ihr Leben wurde dadurch entscheidend beeinflusst. Wie bewältigt man den Alltag nach der Diagnose Krebs – ohne Chemotherapie, aber auch mit einer Chemotherapie?

Zeitgleich begleitet der Film den Kampf einiger Ärzte in Berlin, Halle und Frankfurt, die darum ringen, dass die neue Methode den Patientinnen möglichst schnell zugänglich gemacht wird. Denn jede unnötige Chemotherapie ist inzwischen nichts anderes als – ein ärztlicher Kunstfehler.

Film von Pia Busch

(Erstausstrahlung 15.06.09/rbb)

Dieser Text gibt den Sachstand vom wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

Ratgeber Gesundheit (rbb)

Infos und Video zum Beitrag: Chemotherapie bei Brustkrebs - oftmals überflüssig

www.daserste.de

Brustkrebs Webseite

Neuer Test: Soll die Chemotherapie ersparen (Stand: 3. Juni 2009)

www.brustkrebs-web.de

Brustzentrum Köln/Frechen

Prof. Dr. med. Nadia Harbeck
Klinik und Poliklinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe der Uniklinik Köln
Kerpener Straße 34
50931 Köln
Tel:  0221/ 478-87743
Fax: 0221/ 478-86546
nadia.harbeck@uk-koeln.de

www.brustkrebs schwerpunkt-koeln.de

Zentrum für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Prof. Dr. med. Christoph Thomssen
Dr. Martina Vetter
Universitätsklinik und Poliklinik für Gynäkologie
06120 Halle/ Saale
Ernst-Grube-Straße 40
Tel: 0345 / 557-1847
Fax: 0345 / 557-1501
christoph.thomssen @medizin.uni-halle.de

www.medizin.uni-halle.de

Interdisziplinäres Brustzentrum Berlin-Buch

Prof. Dr. med. Michael Untch / Dr. med. Elke Keil
Interdisziplinäres Brustzentrum Berlin-Buch
Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe
Schwanebecker Chaussee 50
13125 Berlin
Tel: 030/ 9401-53300
Fax: 030/ 9401-53309
michael.untch @helios-kliniken.de

www.helios-kliniken.de

Deutsche Krebsgesellschaft e.V.

Tiergarten Tower
Straße des 17. Juni 106 – 108
10623 Berlin
Tel:  030/ 322 93 29 0
Fax: 030/ 322 93 29 66

www.krebsgesellschaft.de

Psychosoziale Beratungsstelle für Krebskranke und Angehörige Selbsthilfe Krebs e.V.

für Krebskranke und Angehörige, Selbsthilfe Krebs e.V.
Albrecht-Achilles-Str. 65
10709 Berlin
Telef. Beratung für Betroffene:
030 - 89 40 90 41
Für Angehörige:
030 - 89 40 90 42

www.krebsberatung-berlin.de

DRK Kliniken Berlin Köpenick

Dr. med. Anke Kleine-Tebbe
Brustzentrum
Salvador-Allende-Straße 2-8
12559 Berlin
Tel.: 030 - 3035 35 01
Fax: 030 - 3035 35 61
a.kleine-tebbe
@drk-kliniken-berlin.de

www.drk-kliniken-berlin.de

Brustzentrum-City am Sankt Gertrauden-Krankenhaus

Professor Dr. med. Jens-Uwe Blohmer
Paretzer Str. 12
10713 Berlin-Wilmersdorf
Tel. 030 - 8272 29 888
Fax 030 - 8272 29 889
jens.blohmer
@sankt-gertrauden.de

www.sankt-gertrauden.de

Verzeichnis Brustzentren-Berlin

www.onkozert.de

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

http://www.rbb-online.de/doku/titel_mit_t/tumor_im_test.html

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