
Deutsche Sittengeschichten - Zweiteilige Dokumentation -
Die Geschichte sexueller Tabus, von Doppelmoral und dem schwierigen Umgang mit der Prostitution in Deutschland in den vergangenen 100 Jahren.
Teil I: 26.03.14 00:00
Teil II: 26.03.14 00:45

Die Dokumentation ist eine unterhaltsame und informative deutsche Sittengeschichte. Der Zweiteiler hinterfragt den Moralbegriff in den verschiedenen deutschen Gesellschaften, vom Kaiserreich bis heute.
Von sexuellen Vorlieben wird die Rede sein, die nur im Verborgenen ausgelebt werden können. Die Kriminalisierung der Homosexualität wird ebenso thematisiert wie der Umgang mit Pornografie und sexuellen Darstellungen in der Kunst.
Geschichte wird lebendig über aufwändige "Reenactments" (Neuinszenierungen) und selten gesehenes bzw. bisher unbekanntes Archivmaterial.
Nach verschiedenen Einzelstücken über die Sittengeschichte in Nazideutschland, der frühen Bundesrepublik und in der DDR, soll nun eine Gesamtdarstellung gewagt werden. Dadurch wird unter besonderem Blickwinkel ein Jahrhundert deutscher Zeitgeschichte erzählt.
Schon kurz nach der Erfindung der Fotografie tauchen erotische und wenig später pornografische Darstellungen auf...

Die Aktfotografie kam im Nationalsozialismus zu neuer Blüte.

Die Partei als Moralwächter

Prostitution unter der Blümchentapete:
Offiziell ist die Prostitution in der DDR seit 1968 gesetzlich verboten. Sie wird aber in den Interhotels, vor allem zur Leipziger Messe betrieben. Die Stasi lässt die Huren gewähren, auch weil sie durch den Gesetzesbruch leichter erpressbar sind. Tatsächlich werden viele Huren gezwungen, für die Stasi zu arbeiten.

Freie Körperkultur in der DDR
FKK war in der DDR sehr verbreitet, dort, wo die Partei dem Bürger Freiräume ließ, wurden die auch ausgenutzt. Mit Erotik hatte die Bewegung aber wenig zu tun.
Film von Lutz Rentner und Frank Otto Sperlich
Erstausstrahlung 10.12.2009/rbb
