Eine Reise um das Schwarze Meer -
Eine Reise zu Menschen am südöstlichen Rand Europas mit ihrer reichen Geschichte und ihrer oft überraschenden Gegenwart, eine Begegnung zwischen "christlicher" und "muslimischer" Welt.
Es ist eine Reise zu einer Region im Umbruch. Mit der Unabhängigkeit der ehemaligen sowjetischen Teilrepubliken und dem Aufstreben des "neuen Russland" rückt der südöstlichste Rand Europas immer mehr in das Blickfeld der Öffentlichkeit.

Dem Filmteam begegnen Tataren auf der Halbinsel Krim, Kosaken in der Umgebung von Krasnodar. Die alte Sowjetunion lebt auf im größten Kinderferienlager der Welt, in "Orljonok". Heute werden dort die Kader des neuen Russland geschult.

Mitten durch Georgien verläuft bis heute eine militärisch hoch gesicherte Grenze. Die "abtrünnige" Kaukasusrepublik Abchasien besteht mit Waffengewalt (und Unterstützung Moskaus) auf ihrer Unabhängigkeit von Georgien. Der Checkpoint auf der Inguri-Brücke am Schwarzen Meer ist Ausgangspunkt von einem Roadmovie, immer entlang der Küstenstraße rund um das Schwarze Meer. Die Reiseroute führt durch Landschaften mit einer faszinierenden Vielfalt von Völkern und Kulturen.

Dem Team begegnen rechristianisierte Georgier in der Nähe von Batumi – an den Ausläufern des Kaukasus. Hier verläuft die Trennlinie zwischen "christlicher" und "muslimischer" Welt. In diesem Grenzgebiet lebt das Volk der Lasen, wie die Deutschen war es über Jahrzehnte durch den "Eisernen Vorhang" voneinander getrennt.Über die wenig bekannte türkische Schwarzmeerküste geht es nach Istanbul, der Passage zwischen Asien und Europa. Von dort über Bulgarien und Rumänien wieder zurück nach Odessa, dem ursprünglichen Ausgangspunkt der 5.000 km langen Rundreise.
Film von Jens Stubenrauch
Erstausstrahlung rbb/2007

