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Das 100-jährige Bestehen der "Domowina" ist für uns Anlass, zurückzublicken auf die wechselvolle Geschichte der Sorben und Wenden.
Am 13. Oktober 2012 feierte die "Domowina", der Dachverband der sorbischen Vereine, ihr 100-jähriges Bestehen. Der Film blickt zurück auf die wechselvolle Geschichte der Sorben und Wenden innerhalb der verschiedenen deutschen Staatsverbände seit dem Kaiserreich.
Immer stand das westslawische Volk im Spannungsfeld von Selbstbehauptung und Anpassung. Bis zur Anerkennung als nationale Minderheit war es ein weiter Weg. Die Domowina war dabei immer eine Interessenvertretung der Sorben und Wenden, gerade in den beiden deutschen Diktaturen jedoch eine riskante, mitunter umstrittene Gratwanderung.
Die Dokumentation zeigt am Beispiel der DDR, wie das immer suspekt erscheinende, nicht deutschsprechende Volk und seine Institutionen vom Ministerium für Staatssicherheit unterwandert wurden. Einen weiteren Schwerpunkt legt die Dokumentation auf die heutige Situation der Sorben und Wenden zwischen Sprachverlust und Folklore. Vor allem in der Niederlausitz ist die sorbische Sprache vom Aussterben bedroht. Andererseits boomen auf den Dörfern sorbische Traditionen wie das Hahnrupfen, auch die Tracht ist dazu bei Jugendlichen angesagt.
Heute steht der Alltag des sorbisch/wendischen Volkes unter den Vorzeichen der Moderne. Globalisierung, Mobilität bzw. die Arbeitsmarktsituation erfordern eine neue Standortbestimmung der nationlen Minderheit zwischen Selbsbehauptung und Anpassung.
Die Dokumentation zeigt am Beispiel der DDR, wie das immer suspekt erscheinende, nicht deutschsprechende Volk und seine Institutionen vom Ministerium für Staatssicherheit unterwandert wurden. Einen weiteren Schwerpunkt legt die Dokumentation auf die heutige Situation der Sorben und Wenden zwischen Sprachverlust und Folklore. Vor allem in der Niederlausitz ist die sorbische Sprache vom Aussterben bedroht. Andererseits boomen auf den Dörfern sorbische Traditionen wie das Hahnrupfen, auch die Tracht ist dazu bei Jugendlichen angesagt.
Heute steht der Alltag des sorbisch/wendischen Volkes unter den Vorzeichen der Moderne. Globalisierung, Mobilität bzw. die Arbeitsmarktsituation erfordern eine neue Standortbestimmung der nationlen Minderheit zwischen Selbsbehauptung und Anpassung.
Film von Anne Holzschuh und Reinhard Joksch
Erstausstrahlung auf deutsch 09.10.2012/rbb
Erstausstrahlung auf sorbisch 24.11.2012/rbb


