Konzert-Shirt vom 12. November 1989 (Quelle: rbb)

Stilbruch | 23.10.2014 - Ost und West auf einer Bühne

Ein Abend, an den sie bis an das Ende ihrer Tage zurückdenken: Direkt nach dem Mauerfall hatte der SFB ein Konzert mit Größen wie Udo Lindenberg, Silly, Pankow und Joe Cocker in der Deutschlandhalle organisiert - in nur zwei Tagen. Am 12. November fand das Konzert statt – ein Abend voller Emotionen. Jetzt erscheint ein Mitschnitt dieses legendären Konzerts. Von Sascha Hilpert

Die Mauer ist auf, Berlin im Ausnahmezustand. Am 10. November 1989 fassen drei Redakteure vom SFB spontan einen Entschluss: Ein großes Rockkonzert soll her, umsonst und für alle, um die historische Stunde zu feiern.

"Das war eigentlich die letzte Möglichkeit, wir haben ganz Berlin bespielen wollen, das fing an mit dem Reichstagsgelände. Aber der November ist kalt und muss nicht unbedingt sein. Dann haben wir gesagt: Dann machen wir es in der Deutschlandhalle. Was auch der richtige Name irgendwie für dieses Ereignis ist", sagt Helmut Lehnert, damals SFB-Redakteur.

Am 12. November soll die Party steigen, Joe Cocker steht im Stau, auch Nina Hagen. Es herrscht Durcheinander. Am Ende wurde alles gut. Lehnert: "Da kriege ich heute noch eine Gänsehaut, wenn ich mir das nochmal in Erinnerung rufe, wie da Joe Cocker in der Mitte und alle anderen drum herum, 'With a little help fromm y friends' gesungen hat".

ARCHIV - Touristen gehen in Berlin an Resten der Berliner Mauer an der Niederkirchner Straße in der Nähe des Martin-Gropius-Baus vorbei. (Quelle: dpa)

Historische Daten für alle - Wann war das noch...?

Nur jeder zweite Deutsche weiß, wann die Mauer gebaut wurde. Sie wissen sicherlich genau, wann das war –  aber wissen Sie auch noch, wie lang die Mauer war? Wer den berühmten Satz "Das tritt nach meiner Kenntnis … ist das sofort, unverzüglich", gesagt hat? Testen Sie Ihr historisches Wissen in unserem Quiz. Versuchen Sie es ohne Lexikon und Wikipedia, nur aus dem Gedächtnis!

Datum: 06.05.2011 Copyright: imago/Müller-Stauffenberg Berlin, den 06.05.11: Zionskirche - Übergabe einer Informationsstele vor der Zionskirche unter dem Motto Erinnerung wird zur Kraft der Gegenwart. Infotafel mit der Aufschrift: Orte der Friedlichen Revolution in Berlin - Revolutionsstelen (im Hintergrund Kirchturm der Zionskirche) Copyright Imago Mueller Stauffenberg Berlin the 06 05 11

25 Jahre nach dem Mauerfall - Die "Keimzelle der Bürgerrechtsbewegung"

Am Teutoburger Platz unterstützte die Zionskirche die Oppositionellen, die in großer Zahl rund um den Platz wohnten. Zum Beispiel Bärbel Bohley - die wie viele mehr Rechte und Freiheit wollte, nicht unbedingt gleich die Wiedervereinigung. Welche Spuren hat die Bürgerbewegung von einst am Teutoburger Platz hinterlassen?

Nach dem Friedensgebet am 09.10.1989 in der Nikolaikirche beginnt die Montagsdemonstration in Leipzig (Quelle: dpa)

Gedenken an Leipziger Montagsdemonstrationen - "Die Befreiung war am 9. Oktober 1989"

Auch die Berliner Kirchen beteiligten sich am Donnerstagabend am bundesweiten Glockengeläut zur Erinnerung an die Leipziger Montagsdemonstrationen. Dazu aufgerufen hatte die Berliner Gethsemanekirche. Pfarrer Christian Zeiske sagte, schon am 9. Oktober 1989 habe die DDR-Führung kapituliert, als an diesem Tag der Einsatzbefehl gegen die Protestierenden aufgehoben wurde.

Großdemonstration am 4. November 1989 auf dem Platz der Nationen (heute Luisenplatz). (Foto: Klaus D. Fahlbusch)

Foto-Ausstellung "25 Jahre friedliche Revolution" - Potsdam gesehen von Ost und West

Mit ihrer Kamera halten zwei Fotografen das sich verändernde Potsdam zur Wendezeit fest. Der Westdeutsche Rainer F. Steußloff fotografiert im "Der Spiegel"-Auftrag, während Klaus Fahlbach die Veränderungen der ihm vertrauten Stadt dokumentiert. Wie sich ihre Blicke unterscheiden, zeigt die gemeinsame Ausstellung in der Brandenburgischen Landeszentrale für politische Bildung in Potsdam.