Der begehrte goldene Berlinale-Bär kürt den besten Film im Wettbewerb. Aber wie entsteht die begehrte Trophäe eigentlich?
Seit der ersten Berlinale 1951 werden die Bären in der Bildgießerei Noack in Berlin Charlottenburg angefertigt.
Die Bronzefiguren werden im Sandgußverfahren hergestellt. Das Metall hat eine Temperatur von 1250 Grad Celsius, wenn die Mitarbeiter es in die Bärenform gießen.
Die Vorlage für die Gußformen ist dieses Modell, von dem für jede Trophäe ein neuer Sandabdruck erstellt wird.
In jedem Berlinale Bären stecken zwei bis drei Tage Handarbeit. Hier wird die Bronzefigur geschliffen.
Durch die Bearbeitung mit Hammer und Punze bekommt der Bär seine feine Fellstruktur.
Wie auf dem Foto zu sehen durchläuft die Trophäe mehrere Arbeitsschritte. Am Ende werden die Bären vergoldet oder versilbert und erhalten dadurch ihre bekannte Pracht.
Entworfen wurde der berühmte Bär von der Künstlerin Renée Sintenis (1888 - 1965).
Der goldene Bär und seine silbernen Geschwister stehen in der Gießerei Noack schon für die Preisverleihung bereit.
Und er hält ihn auf der 64. Berlinale stellvertretend für sein Team in den Händen: Diao Yinan, der Regisseur des chinesischen Gewinnerfilms "Bai Ri Yan Huo". Weitere Bildergalerien
Die Verblüffung war groß: Vier der insgesamt acht Bären gingen an Filme aus Asien, die zuvor nicht unbedingt als Favoriten gehandelt worden waren. Doch die Entscheidungen der Berlinale-Jury zeigen, dass gerade die kraftvolle Konkurrenz aus China nicht zu unterschätzen ist. Nur eine ...