Berlin und Brandenburg zieht die Filmschaffenden der Welt an: 26 Filme der diesjährigen Berlinale wurden in der Hauptstadtregion gedreht - darunter auch die Studio-Babelsberg-Produktionen "The Monuments Men" von George Clooney und Wes Andersons "Grand Budapest Hotel". Doch wie sah die Arbeit hinter den Kulissen aus?
An einem Märztag werden Bäume für die Nikolaikirche im Herzen Berlins angeliefert. Was mit ihnen geschieht, wissen nur Eingeweihte...
Vor der Humboldt-Universität stapeln sich im Juni Sandsäcke. Steht eine Flut bevor?
Hinter allem steckt dieser Mann und sein neuer Film. Von März bis Juni 2013 drehte Hollywood-Filmlegende George Clooney unter großer Geheimhaltung "The Monuments Men - Ungewöhnliche Helden" in Deutschland.
Nicht nur geheim, sondern auch herausfordernd ist das Weltkriegsdrama - zumindest für Clooney. Bei "The Monuments Men" ist er nicht bloß Regisseur, sondern auch Drehbuchautor, Produzent und Hauptdarsteller.
Doppelt wichtig muss ihm deshalb die Auswahl eines verlässlichen Partners gewesen sein. Als Koproduzenten hat sich der US-Amerikaner das Studio Babelsberg ausgesucht.
Lange Warteschlangen beim Komparsen-Casting in Potsdam sprechen für sich: Die Brandenburger heißen Clooney gern willkommen. Insgesamt 10.200 Komparseneinsätze kommen beim Film zusammen.
An insgesamt 40 Drehorten in Berlin, Brandenburg, Niedersachsen und Sachsen-Anhalt (hier im Bild zu sehen) sorgte Clooney mit seinen Film für reichlich Aufsehen.
Überall sorgt die 300-köpfige Crew für einen Ausnahmezustand.
Seine letzte Kinoproduktion brachte ihm einen Oscar und die Chancen stehen gut, dass "The Monuments Men" der nächste Abräumer werden könnte. Gerüchte sprechen von einem Filmetat von 70 bis 80 Millionen Euro, 400.000 Euro davon steuerte das Medienboard Berlin-Brandenburg hinzu.
Stolz steht Regisseur Wes Anderson (Mitte) auf dem roten Teppich vor dem Berlinale Filmpalast.Sein neuer Film "Grand Budapest Hotel", ebenfalls eine Studio-Babelsberg-Produktion, eröffnete die Berlinale.
Die Komödie des britischen Erfolgs-Regisseur war ein humorvollen Festivalauftakt...
mit Star-Aufgebot. Hier zu sehen: Willem Dafoe bei Dreharbeiten in Görlitz.
In Görlitz haben Anderson und eine einzigartige Hotel-Kulisse gefunden. Für die Dreharbeiten wurde das seit 2009 geschlossene Kaufhaus am Marienplatz geöffnet..
...und in ein Hotel verwandelt.
Historische Gegenstände und kleine Details lassen die Filmzuschauer in eine andere Zeit eintauchen. Andersons Film spielt in den späten 1930er Jahren. Hier zu sehen: Die Anlieferung eines Oldtimer-Taxis in Görlitz.
Von Januar bis März 2013 drehte Wes Anderson mit seiner Besatzung in Görlitz und Umgebung sowie im Studio Babelsberg.
Görlitzer Komparsen in Kostümen warten auf ihren Einsatz. Als Dank für die gesamte Region hat Anderson eine Vorpremiere in einem ortsansässigen Kino versprochen. Eine Woche vor Deutschlandpremiere sollen die Görlitzer "Grand Budapest Hotel" im Kino sehen dürfen.
2012 verlief für das Studio Babelsberg in filmischer Hinsicht märchenhaft. Bei "Die Schöne und das Biest" (Originaltitel: La Belle et la Bête) hatten die Babelsberger Requisitenbauer alle Hände voll zu tun. Ihre Arbeit unterstützte das Medienboard Berlin-Brandenburg mit 1,4 Millionen und die Filmförderungsanstalt mit 100.000 Euro.
Was wäre ein Reiter ohne Ross? Tierische Komparsen durften in der deutsch-französischen Märchen-Neuverfilmung nicht fehlen.
Was wie ein Palast im Hintergrund wirkt ist ein visueller Effekt.
Das Blue- und Green-Screen-Verfahren schafft märchenhafte Kulissen. Hier im Bild: Hauptdarstellerin Léa Seydoux vor einem "Blue Screen" mit Regisseur Christophe Gans. Weitere Bildergalerien
Die Verblüffung war groß: Vier der insgesamt acht Bären gingen an Filme aus Asien, die zuvor nicht unbedingt als Favoriten gehandelt worden waren. Doch die Entscheidungen der Berlinale-Jury zeigen, dass gerade die kraftvolle Konkurrenz aus China nicht zu unterschätzen ist. Nur eine ...