
07.02.2014 | 22 Uhr | Wettbewerb - '71
Der Regisseur Yann Demange gibt mit "'71" sein Spielfilmdebüt. Sein Antikriegsfilm handelt von einem jungen britischen Soldaten, der 1971 im Nordirland-Konflikt zwischen die Fronten gerät. Als er von seinen Kameraden getrennt wird, muss er eine Nacht im Gebiet seines Feindes allein überstehen.
1971. Der Nordirland-Konflikt eskaliert immer mehr zum Bürgerkrieg. Der junge Rekrut Gary Hook (Jack O'Connell) wird zum Einsatz in Belfast befohlen. Die Situation dort gilt als unübersichtlich und überfordert selbst erfahrene militärische Befehlshaber. Die Stadt ist geteilt in "loyale" protestantische und "feindliche" katholische Gebiete. Beide Parteien verfügen über paramilitärische Einheiten, dazu versuchen radikale Streetgangs und Undercoveragenten aller Seiten ihre Interessen auf eigene Faust durchzusetzen.
Während eines Streifengangs geraten die Soldaten in ein Handgemenge, einem von ihnen wird seine Waffe entrissen. Gary und ein Kamerad folgen dem Dieb, der in der Menge untertaucht. Plötzlich muss sich Gary mitten im Feindesland allein behaupten. Auf dem Weg zurück zu seinem Stützpunkt erlebt er eine Nacht voller Ungewissheit, Angst und Verzweiflung.
Regisseur Yann Demange entlarvt in "'71" die Sinnlosigkeit des Krieges, in dem jeder Akt der Gewalt neue Gewalt hervorruft. Ein existentialistisches Nachtstück über verdeckte Identitäten, schleichende Paranoia und über Menschen, die gezwungen sind, Stellung zu beziehen. Dabei löst sich der Film zunehmend vom Konkreten und wird zur universalen Antikriegs-Parabel.
Weitere Vorführungen:
08.02. 09:30 Zoo Palast 1 (D, E)
08.02. 15:00 Friedrichstadtpalast (D, E)
08.02. 19:00 Haus der Berliner Festspiele (D, E)
16.02. 18:00 Berlinale Palast (D, E)
Quelle: Berlinale


