Filmstill aus "Boyhood" (Quelle: Sundance Film Festival)

13.02.2014 | 18 Uhr | Wettbewerb - Boyhood

Ein getrenntes Paar in Texas bemüht sich, seinen gemeinsamen Sohn trotz der Scheidung so normal wie möglich aufwachsen zu lassen. Regisseur Richard Linklater schuf mit "Boyhood" ein einzigartiges Langzeitprojekt: Über den realen Zeitraum von zwölf Jahren begleiten die Zuschauer den Jungen Mason beim Aufwachsen.

Ein geschiedenes Paar versucht, trotz seiner Differenzen den gemeinsamen Sohn Mason (Ellar Coltrane) so harmonisch wie möglich zu erziehen und ihm eine weitgehend normale Kindheit zu ermöglichen. Das Besondere: "Boyhood" erstreckt sich über den realen Zeitraum von zwölf Jahren.

Seit 2002 arbeitet der Regisseur Richard Linklater an diesem einmaligen Spielfilmprojekt, das alljährlich die gleichen Darsteller vor der Kamera versammelt. Experimentierfreudig und mit offenem Blick folgt Linklater dem Jungen Mason aus Austin in Texas von den schulischen Anfängen bis zum Eintritt ins College. Er muss mit einer anstrengenden Schwester und geschiedenen Eltern fertig werden.

Filmstill aus "Boyhood" (Quelle: Sundance Film Festival)
Beim Beginn der Dreharbeiten war er Erstklässler - bei deren Ende erwachsen: Mason-Darsteller Ellar Coltrane.

Den freakigen Vater, der irgendwann doch erwachsen wird, spielt Ethan Hawke, Patricia Arquette die alleinerziehende Mutter, die stets an die falschen Männer gerät und nebenbei ihr Studium erledigt. Mitten in diesem Lebens- und Gefühlschaos steht Mason, dessen Kommentare mit jedem Jahr klüger werden.

Mit weitreichendem erzählerischem Atem inszeniert, geht es hier um kleine und große Sehnsüchte und Sorgen, um die Bedürfnisse und Ängste eines Heranwachsenden, die sich zu einem hellsichtigen und kurzweiligen Panorama einer amerikanischen Kindheit und Jugend fügen.

Weitere Vorführungen:

14.02. 10:00 Haus der Berliner Festspiele (D)
14.02. 12:30 Friedrichstadtpalast (D)
14.02. 16:30 Friedrichstadtpalast (D)
16.02. 21:00 Friedrichstadtpalast (D)

 

Quelle: Berlinale

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