
09.02.2014 | 22.30 Uhr | Wettbewerb - Historia del miedo (Geschichte der Angst)
Der junge argentinische Regisseur Benjamín Naishtat gibt mit "Historia del miedo" sein Spielfilmdebüt. Als eine Hitzewelle die Vororte von Buenos Aires ergreift, bringen Stromausfälle und Chaos die soziale Ordnung an den Rand des Zusammenbruchs. Plötzlich ist jeder Bewohner gezwungen, sich seinen eigenen Instinkten, Wünschen und Ängsten zu stellen.
Christian verbringt den heißen Sommer damit, in einer geschlossenen Wohnanlage in einem Vorort von Buenos Aires den Rasen zu mähen und sich um den Fußballplatz zu kümmern. Nicht weit von ihm entfernt beginnt die grüne Wildnis. Die Bewohner verlassen die Anlage nur selten, auch Besucher gibt es kaum. Christian ist der einzige, der sich zwischen beiden Welten bewegt, der wilden und der eingezäunten. Er fürchtet die seltsamen Fremden, die sich neuerdings nahe der Anlage blicken lassen. Jeden Tag beobachtet er sich durch den Zaun.
Zum Jahresende hin, während einer unwirklich scheinenden Hitzewelle, findet ein großes Treffen in der Wohnanlage statt, zu der Freunde und Verwandte kommen. Alle feiern und tanzen - bis plötzlich der Strom ausfällt. Ist es wegen der Hitzewelle oder haben die mysteriösen Fremden etwas damit zu tun? Die Gäste betrinken sich und versuchen ruhig zu bleiben. Aber langsam breitet sich Panik aus. Irgendwann kommt es zur Konfrontation.
"Historia del miedo" ist das Spielfilmdebüt des 27-jährigen argentinischen Regisseurs und Drehbuchautors Benjamín Naishtat. Bezug nehmend auf die Situation in seinem krisengeschüttelten Heimatland erzählt Naishtat von der Verunsicherung und Angst einer gesellschaftlichen Klasse, die sich immer mehr abschottet.
Weitere Vorführungen:
10.02. 13:00 Zoo Palast 1 (D, E)
10.02. 15:30 Friedrichstadtpalast (D, E)
10.02. 19:00 Haus der Berliner Festspiele (D, E)
Quelle: Berlinale


