
07.02.2014 | 16 Uhr | Wettbewerb (ARD-Koproduktion) - Jack
Der zehnjährige Jack kümmert sich um seinen kleinen Bruder. Als ihre alleinerziehende Mutter eines Tages nicht nach Hause kommt, ziehen die beiden Jungs los um sie zu suchen und begeben sich auf eine Odyssee durch Berlin. Edward Bergers Erzählung über Mut und Verantwortung feiert auf der Berlinale ihre Weltpremiere.
Obwohl er erst zehn Jahre alt ist, trägt Jack (Ivo Pietzcker) die Verantwortung für sich und seinen kleinen Bruder Manuel, was ihn mit Stolz erfüllt. Ihre junge Mutter Sanna (Luise Heyer) erzieht die beiden allein, sie arbeitet tagsüber und geht abends oft aus. Eines Tages verbrüht sich Manuel beim Baden mit kochend heißem Wasser. Jack wird die Schuld an dem Vorfall gegeben. Für die Behörden ist das ein Grund, ihn in ein Wohnheim zu stecken.
Dort leidet der Junge unter Heimweh. Er gerät bald in Konflikte und reißt aus, um nach Hause zurückzukehren. Doch als er dort ankommt, ist seine Mutter wieder einmal nicht zuhause. Auf der Suche nach ihr durchstreifen Jack und Manuel die Stadt. Sie übernachten in Parks und in einer Tiefgarage, flüchten vor der Polizei, treffen auf Erwachsene, die ihnen helfen, und andere, die gleichgültig bleiben.
Der Regisseur Edward Berger und die Co-Autorin Nele Mueller-Stöfen beschreiben die Suche zweier Kinder nach ihrer Mutter lakonisch und einfühlsam, poetisch und voller Verständnis für den Schmerz und die Einsamkeit der Jungen. Zugleich wirft der Film einen Panoramablick auf Berlin: auf Boulevards und Supermärkte, Nachtclubs, Bars und Parks und nicht zuletzt auch auf die öden Randflächen abseits der pulsierenden Zentren.
Weitere Vorführungen:
08.02. 09:30 Friedrichstadtpalast (E)
08.02. 12:30 Haus der Berliner Festspiele (E)
08.02. 18:00 Friedrichstadtpalast (E)
09.02. 18:30 Toni & Tonino (E)
16.02. 13:00 Haus der Kulturen der Welt (E)
Quelle: Berlinale


