
09.02.2014 | 16 Uhr | Wettbewerb (ARD-Koproduktion) - Kreuzweg
Die vierzehnjährige Maria will nur eines: heilig werden. Doch mit ihrem religiöser Ehrgeiz passt sie nicht in das normale Leben mit Schule, Facebook und Popmusik. Maria muss sich entscheiden zwischen irdischen und himmlischen Welten. Dietrich Brüggemann, der zuletzt mit Alltagskomödien an den deutschen Kinokassen erfolgreich war, wendet sich in "Kreuzweg" einem ungewohnten Sujet zu.
Marias (Lea van Acken) Familie ist streng katholisch und gehört zur ultra-konservativen Petrus-Bruderschaft. Die lehnt alles Moderne und alle kirchlichen Reformen ab und bekennt sich zu jenem strengen Glaubenskern, der angeblich seit jeher Bestand hat. Sie müsse allzeit bereit sein, so lernt sie im Firmunterricht, ihr Leben für Jesus zu opfern, um direkt in den Himmel aufzusteigen.
In ihrer Familie führt ihre Mutter ein herrisches Regiment mit ähnlich strengen Regeln wie in der Kirche. Vielleicht deswegen auch spricht Marias Bruder, der vierjährige Johannes, kein Wort. Das junge Mädchen liebt ihn über alles und wünscht sich zutiefst, ihn heilen zu können.
In der Schule wird die junge Gläubige zur Außenseiterin, die sich gar über Popmusik im Sportunterricht beschwert. Nur Christian (Moritz Knapp) aus der Parallelklasse ist fasziniert von Marias heiliger Entschlossenheit.
Doch Maria zerbricht fast an der tiefen Kluft zwischen der religiösen Strenge in Kirche und Familie einerseits und dem modernen Schulalltag andererseits. Sie entscheidet sich - für die Religion. Doch damit nicht genug. Maria beschließt, sich vollständig Gott zu opfern, um den kleinen Bruder zu heilen. Mit fatalen Konsequenzen.
Weitere Vorführungen:
10.02. 09:30 Friedrichstadtpalast (E)
10.02. 18:00 Friedrichstadtpalast (E)
10.02. 22:30 International (E)
16.02. 09:30 Haus der Berliner Festspiele (E)
Quelle: Berlinale


