
10.02.2014 | 22 Uhr | Wettbewerb - Aimer, boire et chanter (Life of Riley)
Der französische Regisseur Alain Resnais ("Smoking / No Smoking") kehrt nach 16 Jahren mit einer Tragikomödie in den Wettbewerb der Berlinale zurück. "Aimer, boire et chanter" erzählt von drei Freundinnen, die von der Nachricht über die schwere Krankheit eines Freundes aus der Bahn geworfen werden. Bald brechen längst verdrängte Gefühle wieder aus.
Mitten in die Proben zu einem Theaterstück, das Colin (Hippolyte Girardot) und Kathryn (Sabine Azéma) mit ihrer Amateurgruppe aufführen wollen, platzt eine schreckliche Nachricht: Ihr Freund George ist schwer erkrankt und hat nur noch wenige Monate zu leben. Nicht nur für Kathryn, die einmal mit ihm liiert war, sondern auch für deren Freundinnen Tamara und Monica gerät die Welt aus den Fugen.
Mit voller Wucht werden Gefühlsverwirrungen der eigenen Jugend und längst begrabene Lebensträume wieder lebendig. Zum Leidwesen ihrer bürgerlich soliden Ehemänner entbrennt unter den Frauen ein Streit darüber, wer George auf eine letzte Reise begleiten darf.

Zum dritten Mal nach "Smoking / No Smoking" (1993) und "Coeurs" (2006) wählt der französische Altmeister Alain Resnais ein Theaterstück des britischen Autors Alan Ayckbourn als Vorlage. Dabei verdichtet er die Kunstwirklichkeit zu einem tragikomischen kleinen Welttheater.
Mit der ironischen Distanz des weisen Menschenkenners reflektiert Resnais über die Macht von Liebe und Begehren und lässt die von ihren Sehnsüchten, Hoffnungen und Obsessionen getriebenen Figuren für einen Moment die eingefahrenen Gleise verlassen.
Weitere Vorführungen:
11.02. 13:00 Zoo Palast 1 (D, E)
11.02. 15:30 Friedrichstadtpalast (D, E)
12.02. 22:00 Haus der Berliner Festspiele (D, E)
Quelle: Berlinale


