Berlinale 2014: Filmstill "Wu Ren Qu | No Man's Land" mit Zheng Xu (Quelle: berlinale.de/Copyright: China Film Company)

13.02.2014 | 15 Uhr | Wettbewerb - Wu Ren Qu (No Man’s Land)

Der chinesische Regisseur Ning Hao zeigt auf der Berlinale ein bildgewaltiges Road-Movie im Stil der Coen-Brüder: In "Wu Ren Qu" fährt ein junger und erfolgreicher Rechtsanwalt aus Hong Kong in die Xinjiang-Wüste, um einen Fall zu übernehmen. Dort aber macht er bald groteske und gefährliche Zufallsbekanntschaften - und muss sein Leben verteidigen.

"Das ist eine Geschichte über Tiere", kündigt der Held des Films an, der aus der Großstadt stammende Rechtsanwalt Pan Xiao (Xu Zheng). Tatsächlich rücken als nächstes zwei stolze Falken ins Bild, die in der Xinjiang-Wüste illegal gefangen wurden. Pan Xiao ist aus Hongkong in eine abgelegene Wüstenstadt gekommen, um einen Wilderer zu verteidigen. Dessen gefangene Falken sollen eine Menge Bares einbringen, Recht und Gesetz spielen dabei keine Rolle. So wird die Gier nach Geld zum Treibmittel für die Story.

Für seinen nächsten Prozess muss Pan Xiao rund 500 Kilometer durch das felsenreiche Niemandsland der Wüste reisen und wird zum getriebenen Protagonisten: Gepeinigt von ebenso grotesken wie gefährlichen Zufallsbekanntschaften und mysteriösen Wegbegleitern, die vor Gewalt nicht zurückschrecken.

Regisseur Ning Hao präsentiert mit "No Man's Land" eine bildgewaltige philosophische Parabel auf eine aus allen Fugen geratene Gesellschaft, in der im Kampf um Reichtum und Macht keine moralischen Skrupel mehr gelten. Inszeniert als Hommage an die Italowestern eines Sergio Leone, macht der Film die kargen, zerklüfteten Wüstenexterieurs auch als Seelenlandschaften seiner Figuren erfahrbar.

Weitere Vorführungen:

14.02. 09:30 Friedrichstadtpalast (D, E)
14.02. 13:00 Zoo Palast 1 (D, E)
14.02. 22:30 International (D, E)
16.02. 12:00 Friedrichstadtpalast (D, E)

 

Quelle: Berlinale