Filmstill aus "Zwischen Welten" (Quelle: Bjoern Kommerell / Independent Artists Filmproduktion)

11.02.2014 | 16 Uhr | Wettbewerb - Zwischen Welten

Feo Aladag erzählt die Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Bundeswehrsoldaten in Afghanistan und seinem Übersetzer. Das Thema ist hochbrisant: In diesem Jahr ziehen die deutschen Hilfstruppen aus dem Land ab. Ihre afghanischen Mitarbeiter bleiben zurück - und werden von den Taliban als Kollaborateure angesehen.

Bundeswehrsoldat Jesper (Ronald Zehrfeld) meldet sich erneut zum Dienst in das krisengeschüttelte Afghanistan und erhält mit seiner Truppe den Auftrag, einen Außenposten in einem kleinen Dorf vor dem wachsenden Einfluss der Taliban zu schützen. Dabei wird der junge Afghane Tarik (Mohsin Ahmady) als Dolmetscher zur Seite gestellt.

Jesper versucht mit Tariks Hilfe, das Vertrauen der Dorfgemeinschaft und der verbündeten afghanischen Milizen zu gewinnen - doch die Unterschiede zwischen den beiden Welten sind groß. Er steht immer wieder im Konflikt zwischen seinem Gewissen und den Befehlen seiner Vorgesetzten. Als Tarik, der von den Taliban bedroht wird, weil er für die Deutschen arbeitet, seine Schwester in Sicherheit bringen will, geraten die Dinge außer Kontrolle.

Filmstill aus "Zwischen Welten" (Quelle: Bjoern Kommerell / Independent Artists Filmproduktion)
Jesper (rechts) will mit Hilfe seines Übersetzers Tarek Vertrauen bei der afghanischen Bevölkerung gewinnen - aber bringt ihn unfreiwillig in Gefahr.

Feo Aladag ("Die Fremde") realisierte den Film als Drehbuchautorin, Regisseurin und Produzentin. Aladag bestand darauf, dass "Zwischen Welten" an Originalschauplätzen gedreht wurde: In Kunduz und Mazar-i-Sharif sowie an verschiedenen Drehorten in Deutschland, auf Deutsch, Englisch, Dari und Paschtu.

Die Geschichte der ungewöhnlichen Freundschaft zwischen einem Bundeswehrsoldaten und seinem afghanischen Übersetzer hat während der Produktionsphase eine aktuelle Brisanz gewonnen: 2014 ziehen die deutschen Schutztruppen nach mehr als zehn Jahren aus Afghanistan ab und hinterlassen ein unbefriedetes Land und zahllose lokale Mitarbeiter, die von den Taliban als Kollaborateure der Besatzungsmächte gesehen werden.

Weitere Vorführungen:

12.02. 09:30 Friedrichstadt-Palast (D, E)
12.02. 15:30 Friedrichstadtpalast (D, E)
12.02. 19:30 Haus der Berliner Festspiele (D, E)
16.02. 15:30 Berlinale Palast (D, E)

 

Quelle: Berlinale

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