Kommunen wehren sich gegen neues Sorben-Gesetz
Brandenburg plant ein neues Sorben-Wenden-Gesetz, das die sorbische Minderheit vor dem Aussterben bewahren soll. Der Gesetzentwurf sieht vor, das sorbisch-wendische Siedlungsgebiet auszuweiten - auf 29 Orte als Teil des angestammten sorbischen Siedlungsgebietes. Weitere Kommunen sollen hinzukommen, wenn dort sorbische Sprache und Bräuche gepflegt werden, Einwohner sorbische Bildungseinrichtungen besuchen oder sorbische Vereine dort ihren Sitz haben. Dagegen regt sich starker Widerstand bei Vertretern des Städte- und Gemeindebundes, des Landkreistages sowie mehrerer Bürgermeister. Sie befürchten erhebliche Kosten für die Kommunen - zum Beispiel durch neue zweisprachige Ortsschilder.