Olympia 2014: Deutsche Eishockey-Frauen verlieren zweiten Gruppenspiel gegen Schweden mit 0:4 (Bild: dpa)

0:4 gegen Schweden - Eishockey-Frauen verlieren auch zweites Spiel

Die deutschen Eishockey-Frauen stehen bei den Olympischen Spielen kurz vor dem Aus. Nach der Auftaktniederlage gegen die Gastgeberinnen aus Russland ging am Dienstag auch das zweite Spiel verloren. Gegen Schweden verlor das deutsche Team, zu dem auch drei Berlinerinnen zählen, deutlich mit 0:4.

Die deutschen Eishockey-Frauen stehen nach der zweiten Niederlage bei den Olympischen Spielen in Sotschi vor dem Aus. Gegen Schweden verlor das Team von Bundestrainer Peter Kathan am Dienstag trotz einer lange Zeit engagierten Vorstellung mit 0:4 (0:1, 0:0, 0:3) und ist nun auf Schützenhilfe angewiesen. Nur wenn am Abend Außenseiter Japan gegen Gastgeber Russland in der regulären Spielzeit gewinnen sollte, hätte die Auswahl des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) noch theoretische Chancen auf den Einzug in das Viertelfinale.

Peter Kathan, Nationaltrainer der deutschen Eishockey-Frauen (Bild: dpa)
Peter Kathan, Trainer der deutschen Eishockey-Frauen

"Wir schießen einfach zu wenig Tore"

"Das ist wieder eine traurige Niederlage, aber es sind eben Probleme, die wir seit Jahren haben", sagte Kathan mit Blick auf die eklatante Abschlussschwäche der deutschen Frauen: "Bei großen Turnieren schießen wir einfach zu wenig Tore."Aufgrund des Turniermodus qualifizieren sich in der schwächeren Gruppe B nur die zwei besten Mannschaften für die K.o.-Runde. Diese spielen dann gegen die zwei schlechtesten Teams aus Gruppe A um jeweils ein Ticket für das Halbfinale, in dem die Goldfavoriten USA und Kanada nach zwei souveränen Erfolgen bereits stehen.

In der Schayba Arena am Schwarzen Meer markierten vor rund 4.000 Zuschauern Emma Nordin nach nur 60 Sekunden, Cecilia Ostberg (48.), Michelle Lowenhielm (51.) und Pernilla Winberg (52.) die Treffer für den Weltranglistensechsten, der durch den Sieg das Viertelfinal-Ticket löste.
Nach der Auftaktniederlage gegen Russland hatte sich Deutschland gegen die "Tre Kronor" viel vorgenommen, doch der Start verlief alles andere als nach Plan.

Schwedinnen waren kaltschnäuziger

Nordin fälschte den Distanzschuss von Emma Eliasson geschickt ab, DEB-Schlussfrau Jennifer Harss war machtlos. In der Folgezeit lieferten die deutschen Frauen dem Favoriten einen Kampf auf Augenhöhe. Die fehlende Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor entpuppte sich allerdings mal wieder als größtes Manko und verhinderte bei guten Chancen den Ausgleich. Den hätte Sophie Kratzer (33.) beinahe im Mittelabschnitt erzielt. Mit ihrem Nachschuss scheiterte sie allerdings an der glänzend reagierenden Kim Martin Hasson im schwedischen Tor ebenso wie Monika Bittner (45.) bei ihrem Alleingang. Besser machten es die Schwedinnen, als Ostberg nach einem Konter erhöhte.

Deutschland hatte für die Spiele in Sotschi den sechsten Platz als Ziel ausgegeben. Sollte die DEB-Auswahl das Viertelfinale verpassen und auch die beiden Platzierungsspiele verlieren, muss Ende des Jahres gegen die beste Mannschaft aus der B-Gruppe der Klassenerhalt gesichert werden.

Mehr zum Thema

Verabschiedung der Berliner und Brandenburger Olympiateilnehmer nach Sotschi (Bild: dpa)

Sportler aus Berlin und Brandenburg - Aller guten Dinge sind Dreizehn

Zwölf Sportler aus der Region wurden für Sotschi nominiert - und eine Athletin rückte zwei Tage vor den Spielen noch nach. Zahlenmäßig am stärksten vertreten sind die Eisschnellläufer um Claudia Pechstein. Aber auch das Berliner Eistanz-Paar Tanja Kolbe und Stefano Caruso, der Eiskunstläufer Peter Liebers, die Bobfahrer aus Potsdam sowie die drei Eishockey-Spielerinnen des OSC Berlin sind mit großen Hoffnungen ans Schwarze Meer gefahren.