Franziska Busch im Zweikampf mit einer japanischen Gegenspielerin (Bild: dpa)

4:0 gegen Japan - Erstes Erfolgserlebnis für deutsche Eishockey-Frauen

Im dritten Gruppenspiel hat es endlich geklappt: Deutschlands Eishockey-Frauen, angeführt von ihrer Berliner Spielführerin Susann Götz, haben in Sotschi zum ersten Mal gewonnen. Gegen Japan gewann das deutsche Team im letzten Gruppenspiel mit 4:0. Nach den Niederlagen gegen Russland und Schweden war allerdings klar, dass es nur für die Platzierungsrunde reichen würde.

Die deutschen Eishockey-Spielerinnen haben im dritten und letzten Gruppenspiel bei Olympia ihren ersten Sieg gefeiert. Gegen Japan setzte sich die Auswahl von Bundestrainer Peter
Kathan am Donnerstag in Sotschi mit 4:0 (1:0, 1:0, 2:0) durch.

Durch die beiden Niederlagen gegen Russland und Schweden hatte das Team des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB) allerdings schon zuvor den Einzug ins Viertelfinale verpasst und spielt nun in der Platzierungsrunde um die Ränge fünf bis acht.

Peter Kathan, Nationaltrainer der deutschen Eishockey-Frauen (Bild: dpa)
Peter Kathan, Trainer der deutschen Eishockey-Frauen

Endlich der ersehnte Sieg

Manuela Anwander brachte die DEB-Cracks in der 14. Minute in Führung, Franziska Busch (21./60.) und Kerstin Spielberger (59.) stellten mit ihren Toren den Sieg sicher. Angeführt wurden die deutschen Eishockey-Spielerinnen auch diesmal wieder von Susann Götz, der Spielführerin vom OSC Berlin. Mit Nina Kamenik und Lisa Schuster gehören der Olympia-Auswahl noch zwei weitere Spielerinnen aus Berlin an.

In der Gruppe B hatte das Team mit Gastgeber Russland und Schweden zwei schwierige Gegner zugelost bekommen. Gleich zum Auftakt gab es gegen die Russinnen eine 1:4-Niederlage; am Dienstag stand trotz einer lange Zeit engagierten Vorstellung mit 0:4 gegen Schweden eine weitere Niederlage zu Buche. Die Chancen auf einen Einzug ins Viertelfinale waren damit auf ein Minimum gesunken, denn Japan hätte in der regulären Spielzeit gegen Russland gewinnen müssen, damit die deutsche Auswahl zumindest noch theoretische Chancen aufs Viertelfinale gehabt hätte. Russland jedoch gewann dieses Spiel mit 2:1.

"Wir schießen einfach zu wenig Tore"

Nach der Niederlage gegen Schweden zog Kathan eine ernüchternde Bilanz: "Das ist wieder eine traurige Niederlage, aber es sind eben Probleme, die wir seit Jahren haben", sagte Kathan mit Blick auf die eklatante Abschlussschwäche der deutschen Frauen: "Bei großen Turnieren schießen wir einfach zu wenig Tore."Aufgrund des Turniermodus qualifizieren sich in der schwächeren Gruppe B nur die zwei besten Mannschaften für die K.o.-Runde. Diese spielen dann gegen die zwei schlechtesten Teams aus Gruppe A um jeweils ein Ticket für das Halbfinale, in dem die Goldfavoriten USA und Kanada nach zwei souveränen Erfolgen bereits stehen.

Ziel bei Olympia ist der sechste Platz

Deutschland hatte für die Spiele in Sotschi den sechsten Platz als Ziel ausgegeben. Sollte die DEB-Auswahl die beiden Platzierungsspiele verlieren, muss Ende des Jahres gegen die beste Mannschaft aus der B-Gruppe der Klassenerhalt gesichert werden.

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