Die Berliner Eishockey-Spielerin Lisa Schuster am 02.01.2014 beim Frauen Nations Cup in Bayern (Quelle: dpa)

Olympia | Ersatz für verletzte Spielerin - Berliner Eishockeyspielerin für Sotschi nachnominiert

Das Verletzungspech der einen bedeutet Glück für eine andere: Die Berliner Nationalspielerin Lisa Schuster wird für die verletzte Daria Gleißner ins Deutsche Eishockeyteam für Sotschi nachrücken. Gleißner hatte sich in einem Testspiel eine Gehirnerschütterung und eine Halswirbelsäulen-Verletzung zugezogen.

Noch eine weitere Sportlerin aus der Region reist zu den Olympischen Winterspielen nach Sotschi: Eishockey-Nationalspielerin Lisa Schuster vom OSC Berlin wird die verletzte Daria Gleißner ersetzen. Man habe den Einsatz der bereits zuvor als Ersatz nominierten Schuster beantragt, teilte der Deutsche Olympische Sportbund am Mittwoch mit.

Bereits am Donnerstag soll Schuster ans Schwarze Meer reisen - dabei wusste die Berliner Angreiferin am Mittwochmittag zunächst noch nichts von ihrem unverhofften Glück. "Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet", sagte sie der Nachrichtenagentur dpa.

Eishockey-Nationalspielerin Lisa Schuster in einer Umkleide (Quelle: dpa)
"Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet."

Gleißner war am Dienstag im Testspiel gegen die USA mit dem Kopf in die Bande gekracht und mit einer Gehirnerschütterung und einer Halswirbel-Verletzung auf einer Trage vom Eis gebracht worden. Nach einer Nacht wurde sie aus dem Krankenhaus entlassen, am Donnerstag soll sie nach Deutschland zurückkehren.

Das Risiko eines Einsatzes sei nach der Verletzung zu hoch, erklärten Mannschaftsarzt Meinhard Balensiefen und der leitende Arzt der Deutschen Olympiamannschaft, Bernd Wolfarth. Bei einer erneuten Verletzung seien bleibende Schäden nicht auszuschließen.

Insgesamt 13 Sportler aus der Region in Soschi

Gleißners Ersatz Schuster hatte sich zuvor fit für einen Einsatz gefühlt - eigentlich war für sie "eine Welt zusammengebrochen", nachdem sie von Bundestrainer Peter Kathan aussortiert worden war. Seit Jahren habe sie von Olympia geträumt und alles für den Sport hinten angestellt, hatte die gebürtige Münchnerin noch vor wenigen Tagen gesagt, als sie dachte, alles sei vergeblich gewesen. "So kurz vor dem Ziel zu scheitern, ist nicht schön."

Nach eigenen Worten hatte sie demnach kaum eine Hoffnung darauf gesetzt, doch noch in das Team berufen zu werden. Eigentlich hatte sie nach der Enttäuschung von den Winterspielen lieber wenig mitbekommen und sich deswegen in den Urlaub verabschieden wollen. Ihre Erholungsreise wird sie nun also absagen.

Mit Schuster sind nun insgesamt 13 Sportler aus Berlin und Brandenburg bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi dabei. Darunter sind auch Schusters OSC-Kolleginnen Nina Kemnik und Susann Götz.