Peter Liebers während des Kurzprogramms Männer am 13. Februar 2014 in Sotschi (Quelle: dpa)
Inforadio | 28.01.2014 | Ina Czycykowski

Peter Liebers - Den Eiskunstlauf im Blut

Fünf bis sechs Stunden verbringt Peter Liebers täglich auf dem Eis. Für den nötigen Feinschliff hat er mit einem Meister des Berliner Staatsballetts zusammengearbeitet. Auf Liebers ruhen große Hoffnungen. Mit dem Team verpasste er das Finale, doch Chancen gibt es noch im Einzel am Donnerstag.

Der deutsche Eiskunstlaufmeister Peter Liebers  ist rechtzeitig zu den Olympischen Spielen in Sotschi in Form gekommen – das zeigte sich zuletzt bei den Europameisterschaften Mitte Januar.

So ließ der Berliner Ex-Weltmeister Brian Joubert sowie die ehemaligen Europameister Tomas Verner und Florent Amodio in Budapest hinter sich und erreichte mit Rang sechs das bislang beste Ergebnis seiner Karriere. Auch Dank eines sicher gelandeten vierfachen Toeloop, der mittlerweile für eine internationale Spitzenplatzierung unerlässlich ist.

"Ich kann mich noch steigern", sagte Liebers nach dem guten Ergebnis von 225,76 Punkten und gab für die Olympischen Spiele ein ehrgeiziges Ziel aus: die 230er-Marke. Unter die Top Ten der Konkurrenz möchte es Liebers in Sotschi schaffen, auch wenn ihm der Teampsychologe mit auf den Weg gegeben hat: "Was nun kommt, ist der Tortenguss auf dem Kuchen."

Training beim Berliner Staatsballet

Sotschi bedeutet für den Biotechnologie-Studenten Liebers andere Prioritäten: "Es sind schon fünf bis sechs Stunden Training am Tag und da muss man sehen wie man die Uni noch mit reindrückt." Dazu hat sich der 25-Jährige noch etwas mehr vorgenommen."Diesmal war ich so auf die Sprünge konzentriert, dass der Ausdruck ein bisschen verloren gegangen ist. Das soll natürlich nicht so bleiben", kündigte Liebers an.

Den nötigen Feinschliff soll die Arbeit mit einem Berliner Staatsballett-Meister bringen. Wenn alles klappt, traut ihm auch seine Trainerin Viola Striegler in Sotschi einen Platz unter den besten Zehn zu.

Frühstarter im Eisberg-Palast

Eiskunstlauf liegt bei den Liebers im Blut. Peter Liebers' Vater Mario war der erste Deutsche überhaupt, der einen dreifachen Axel sprang. Bruder Martin beherrscht ihn auch und bereitet sich gerade auf eine Trainerlaufbahn vor. Peter jedoch ist der erste Liebers, der sogar vierfach springt und es zu den Olympischen Spielen geschafft hat.

Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele in Sotschi legte Liebers schonmal einen glänzenden Start hin. Der 25-Jährige wurde mit seinem Kurzprogramm Sechster (79,81 Punkte) im neu geschaffenen Teamwettbewerb der Winterspiele. Auf Platz acht landete die deutsche Mannschaft am Ende des Wettbewerbs. Gold holte wie erwartet Russland, Silber ging an Kanada, Bronze an die USA.

Mit Informationen von Ina Czycykowski

Aller guten Dinge sind Dreizehn

Mehr zum Thema

Peter Liebers beim Team-Kurzprogramm in Sotschi (Quelle: dpa)

Teamwettbewerb - Peter Liebers läuft zu Höchstform auf

Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele hat der Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers in Sotschi eine grandiose Leistung abgeliefert. Im neu geschaffenen Teamwettbewerb musste der 25-Jährige am Donnerstag als erster deutscher Läufer aufs Eis und lief das beste Kurzprogramm seiner Karriere.