
Achter Platz in Sotschi - Peter Liebers zum Geheimnis seines Erfolges
Auch der Eiskunstläufer Peter Liebers hat in Sotschi keine Medaille gewonnen, trotzdem waren es sehr erfolgreiche Spiele für den Berliner. Schon zu Beginn glänzte der 25-Jährige im Team-Wettbewerb, anschließend auch mit seinem eigenen Programm. Belohnt wurde Liebers mit persönlicher Bestleistung und dem 8. Platz. Was hinter seinem Erfolg steckt, hat er am Sonntag dem rbb-"Sportplatz" verraten.
Eiskunstläufer Peter Liebers hat bei seinen ersten Olympischen Winterspielen die Erwartungen deutlich übertroffen. Der 25 Jahre alte Berliner beendete den Wettkampf nach Kurzprogramm und Kür auf Rang acht. Vor den Spielen in Sotschi hatte er von einer Platzierung unter den besten Zehn geträumt. Nach einem sensationell vorgetragenen Kurzprogramm lag der Berliner Sotschi zwischenzeitlich sogar auf dem fünften Platz.
"Jeder gibt sein Bestes"
Unmittelbar nach seiner Rückkehr vom Schwarzen Meer, war der Olympiateilnehmer vom SC Berlin am Sonntag Studiogast in der rbb-Sendung "Sportplatz". Was die Platzierung betreffe, sei er "ohne großartige Zielsetzung" nach Sotschi gereist, sagte Liebers. "Für mich war es ein wunderbares Ergebnis."
Dass nicht alle so zufrieden sind und die Ausbeute der deutschen Mannschaft in Sotschi doch recht mager ausgefallen ist, relativierte der 25-Jährige: "Bilanzen hin oder her. Es fährt keiner da hin, um schlecht dort anzutreten. Jeder gibt sein Bestes, und es kann immer passieren, dass ein Ergebnis nicht ganz so ausfällt, wie man sich das erhofft oder gewünscht hat." Natürlich sei es schade, dass unter dem Strich nicht so viel herausgekommen sei, wie erwartet, aber: "Es wird weitergehen. Es gibt in vier Jahren wieder Spiele, und dann können wir es wieder besser machen", sagte Liebers.
Trainingsschwerpunkt in Kanada
Um einen Vierfach-Toeloop zu stehen, den er in Sotschi präsentiert hatte, müsse man viele Jahre lang üben und "hunderte von Stürzen" in Kauf nehmen, sagte der Olympia-Achte, aber "irgendwann kommt's".
Um sich weiter zu vervollkommnen, trainiere er nicht nur in Berlin-Hohenschönhausen, sondern auch in Kanada. Dort arbeite er unter anderem mit Lori Nichol zusammen, einer sehr erfolgreichen Choreografin, die es mit ihren Läuferinnen und Läufern bei Olympischen Spielen schon zu über 15 Medaillen gebracht habe, schwärmte Liebers: "Ich habe absolute Top-Leute, und das ist einer der wichtigsten Schlüssel dafür, dass es jetzt seit vier Jahren steil bergauf geht."
Wie der Berliner weiter sagte, trainieren auch andere Spitzenläufer in Kanada. So habe er schon des Öfteren auch mit Sotschi-Olympiasieger Yuzuru Hanyū aus Japan und Europameister Javier Fernández aus Spanien auf dem Eis gestanden: "Es ist eine absolut tolle Umgebung, mit den beiden zu trainieren, und natürlich auch gewisse Dinge noch zu lernen!"



