Peter Liebers beim Team-Kurzprogramm in Sotschi (Quelle: dpa)

Teamwettbewerb - Peter Liebers läuft zu Höchstform auf

Bereits einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Olympischen Winterspiele hat der Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers in Sotschi eine grandiose Leistung abgeliefert. Im neu geschaffenen Teamwettbewerb musste der 25-Jährige am Donnerstag als erster deutscher Läufer aufs Eis und lief das beste Kurzprogramm seiner Karriere.

Der Berliner Eiskunstläufer Peter Liebers hat zum Auftakt der Olympischen Spiele in Sotschi einen Traumstart erwischt. Einen Tag vor der offiziellen Eröffnung der Spiele lief Liebers im neu geschaffenen Teamwettbewerb ein sensationelles Kurzprogramm und erzielte mit 79,81 Punkten einen neuen persönlichen Wertungsrekord.

Von einer kleinen Fangemeinde gefeiert, stand der Deutsche Meister erstmals in einem großen internationalen Wettbewerb den Vierfach-Zweifach-Toeloop und konnte auch künstlerisch überzeugen. Belohnt wurde der 25-jährige Schützling von Trainerin Viola Striegler mit Rang sechs. "Es war sehr wichtig für unsere Mannschaft, am Anfang ein sauberes Programm zu laufen", sagte Liebers, der sich über die lautstarke Unterstützung seiner Teamkollegen freute: "Das hat Spaß gemacht."

Jewgeni Pluschenko Sotschi 2014 (Quelle: imago)
Pluschenko will in Sotschi seinen Olympia-Triumph von 2006 wiederholen.

Pluschenko feiert gelungenes Comeback

Gute Aussichten auf die Goldmedaille hat das russische Team, nachdem Lokalmatador Jewgeni Pluschenko ein grandioses Comeback gelungen war. Der gesundheitlich stark angeschlagene Ex-Weltmeister verhalf seiner Mannschaft mit einem sehenswerten Kurzprogramm zum zweiten Platz nach dem ersten Durchgang. Nur der erst 19 Jahre alte Yuzuru Hanyu war für den blonden Altmeister zu stark. Der Japaner sammelte 97,98 Punkte, Pluschenko kam auf 91,39 Zähler und hielt damit Weltmeister Patrick Chan aus Kanada (89,71) knapp auf Abstand.

Pluschenko, Olympiasieger von Turin 2006, startete vor 8.000 Zuschauern mit viel Nervosität in seinen Tango. Doch nach dem gelungenen Vierfach-Dreifach-Toeloop fand der 31-Jährige zu einer Form wie in besten Zeiten und blieb mit viel Ausdrucksstärke bis zum Ende nahezu fehlerfrei. Sogar vom sonst so strengen Trainer Alexej Mischin gab es einen dicken Kuss.

Mit eifrigem Winken, sogar leicht schimmernden Augen und einem spitzbübischen Lächeln verabschiedete sich der St. Petersburger von den Besuchern. "Der Druck, zu Hause zu laufen, war schon sehr groß. Aber am Ende ging es leichter und immer leichter", sagte Pluschenko, der erst kurz vor den Spielen anstelle des aktuellen russischen Meisters Maxim Kowtun für Sotschi nominiert worden war.

Russische Polizei-Patrouille in der Olympiastadt Sotschi - im Hintergrund Palmen und die Eissporthalle "Ice Dome" (Bild: dpa)

7. bis 23. Februar - Winterspiele am Palmenstrand

Bei den Olympischen Spielen in Sotschi ist auch eine Reihe von Sportlern aus Berlin und Brandenburg mit dabei. Neben Claudia Pechstein, der fünfmaligen Olympiasiegerin im Eisschnelllauf, sind noch zwölf andere Athleten aus der Region ans Schwarze Meer gereist - zu nicht ganz gewöhnlichen Winterspielen.