Monique Angermüller bei den deutschen Eisschnelllauf-Meisterschaften in Berlin (Foto: dpa)

Monique Angermüller - Träume von einer Olympia-Medaille

Wie viele Eisschnellläuferinnen ihrer Generation stand sie immer ein wenig im Schatten von Claudia Pechstein. Trotzdem hat Monique Angermüller die Hoffnung auf eine Medaille bei Olympischen Spielen noch nicht aufgegeben. In Sotschi ist sie über 1.000 Meter gestürzt, am Sonntag lief sie wieder hinterher.

Monique Angermüller vom Eissportverein Berlin '08 ist Spezialistin für die kurzen Strecken - über 500, 1.000 und 1.500 Meter. In der Eisschnelllauf-Hochburg Berlin ist sie seit vielen Jahren eine feste Größe. Neunmal war die 30-Jährige inzwischen schon Deutsche Meisterin, aber ihr großer Traum bleibt eine olympische Medaille.

Im Schatten von Claudia Pechstein

International gesehen war die Saison 2009/10 ihr bislang größter Erfolg - mit einem dritten Platz im 1.000-Meter-Gesamtweltcup und ihrem bisher einzigen Weltcup-Sieg über diese Distanz in Erfurt. Doch wie so viele Eisschnellläuferinnen ihrer Generation hat Angermüller immer ein wenig im Schatten von Claudia Pechstein gestanden. Die ist zwar eigentlich auf die langen Strecken spezialisiert, holt sich ihre Grundschnelligkeit aber über die kürzeren Distanzen - eine leidvolle Erfahrung für Monique Angermüller, die Pechstein zumindest über die 1.500 Meter auch in diesem Winter immer wieder mal vorbeilassen musste.

Ursprünglich hat sie mal als Eiskunstläuferin begonnen, zu einer Zeit, als Katarina Witt ihre großen Erfolge feierte. Dann aber hat sie schnell gemerkt, dass sie besser für den Eisschnelllauf geeignet ist. Die Olympischen Winterspiele in Sotschi werden nach Vancouver 2010 ihre zweite Olympia-Teilnahme sein, und auch diesmal empfindet es die Berlinerin als "ein unglaubliches Glücksgefühl", bei Olympia dabei zu sein.

Ihr großer Traum bleibt eine Olympia-Medaille

Vor vier Jahren ging die Berlinerin gleich über drei Strecken an den Start, was im Nachhinein wahrscheinlich ein Fehler war: Ihr bestes Ergebnis erzielte sie noch über die 500 Meter, wo sie Platz elf belegte. Über 1.500 Meter war es der 13. Platz, über 1.000 Meter nur Platz 22. Die Enttäuschung war groß, noch zumal sie nur eine Woche später in Erfurt ihr bislang einziges Weltcuprennen über diese Distanz gewann.

Der große Traum ist in Sotschi aber wieder nicht in Erfüllung gegangen: Über 1.000 Meter stürzte sie kurz vor dem Ziel, über 1.500 Meter lief sie nur auf Platz 24.