Samuel Schwarz (dpa-Archivbild)

Starke Konkurrenz - Samuel Schwarz plant das "perfekte Rennen"

Bei seiner ersten Olympia-Teilnahme 2010 in Vancouver kam Samuel Schwarz vom SC Berlin auf den 16. Platz. Seitdem hat er zwei Weltcup-Siege errungen und damit die lange Durststrecke der deutschen Eisschnelllauf-Herren beendet. Auch in Sotschi ist eine Überraschung nicht ausgeschlossen.

Vor gut drei Jahren hat er die schwarze Serie der deutschen Eisschnelllauf-Herren beendet und den ersten Weltcupsieg seit November 2001 geholt. Seitdem ging es für Samuel Schwarz beständig bergauf. Im vorigen Winter folgten ein weiterer Erfolg in Harbin und drei Podestplätze über 1.000 Meter im Weltcup sowie ein sechster Rang bei der WM, seine bisher beste WM-Platzierung.

Medaille liegt im Bereich des Möglichen

Doch die Weltspitze ist gerade auf seiner Spezial-Distanz, den 1.000 Metern, so eng, dass Freud und Leid dicht beieinander liegen. Wenn Schwarz in Sotschi einen guten Tag erwischt, liegt eine Medaille aber durchaus im Bereich des Möglichen. "Am Tag X will ich ein perfektes Rennen abliefern", formuliert er daher sein Ziel für Olympia. Seine Kraft schöpft der Oberfeldwebel der Bundeswehr-Sportfördergruppe aus seiner jungen Familie. Besonders stolz ist er auf seinen zweieinhalb Jahre alten Sohn Linus.

Von der Sportakrobatik aufs Eis

Als Jugendlicher hatte Schwarz mit Sportakrobatik begonnen, doch über einen Kontakt im Freundeskreis wuchs das Interesse für den Eisschnelllauf. Werner Unterdörfel, der 2010 verstorbene TSC-Trainer, erkannte sein Talent und führte ihn in die nationale Spitze. Seit den Olympischen Winterspielen in Vancouver 2010 gehört der Berliner nun zu den beständigsten deutschen Läufern.

Im Herbst verteidigte der 30-Jährige seinen nationalen Titel und wurde erneut Deutscher Meister über 1.000 Meter. Zum Auftakt des Olympia-Winters benötigte der Berliner allerdings 1:10,13 Minuten und war damit über zwei Sekunden langsamer als bei seinem Deutschen Rekord vor Jahresfrist in Calgary (1:07,85) - sein Kommentar:

"Ich bin unzufrieden. Ich habe den Lauf nicht so hinbekommen, wie ich wollte. Wenn man international mithalten will, ist das zu wenig." Aber Schwarz weiß, dass er mehr kann. 2010 in Vancouver hätte seine persönliche Bestzeit aus dem vergangenen Jahr locker für die Goldmedaille gereicht.

Dass Schwarz weltweit zu den besten Eisschnellläufern zählt, haben ihm vor wenigen Monaten auch die Fachjournalisten attestiert. Mit Claudia Pechstein zusammen wurde der Mittelstrecken-Spezialist zum "Eisschnellläufer des Jahres" gekürt.

Aller guten Dinge sind Dreizehn

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