Alles öko – Alles selbstgemacht: Jubiläumsfest der Ökofarm zum einjährigen Bestehen; Quelle: Ingo Aurich
Alles öko – Alles selbstgemacht: Jubiläumsfest der Ökofarm zum einjährigen Bestehen

Reisetagebuch Etappe 6, Teil 1 - Bangkok - Siem Reap (05.-13.01.13)

In diesem Teil der Etappe fahren wir von Bangkok bis Siem Reap. Wir besuchen eine Ökofarm, treffen die Mädchenband "Zodapop" und begleiten einen kambodschanischen Mönch in die Tempelanlagen von Angkor Wat.

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Der letzte Abend in Thailand
Donnerstag, den 10.01.2013 - Heute nehmen wir Abschied von Bangkok, eine großartige Stadt hat uns in ihren Bann gezogen. Wir sind unseren beiden Begleiterinnen Pattama und Meen sehr dankbar, dass sie uns mit ihrer Freundlichkeit und ihrem Sachverstand entlang der Pfade des Großstadtdschungels geführt haben.

Wieder auf dem Asian Highway begegnen wir an einer Raststätte Mr. Khun Madan. Er ist einer der vielen Mitstreiter des UN-Projektes des "Asian Highway Networks". Irgendwann soll der Asian Highway No. 1 so berühmt sein wie die Route 66. Der Enthusiasmus und die Zukunftsgewissheit von Herrn Madan lassen uns daran glauben. Für ihn ist das Straßenprojekt eine Lebensader für das "New Asia". Der Asian Highway ist eine neue Seidenstraße, die nicht nur zum Transport da ist, sondern auch zum Austausch von Ideen, Kulturen und Lebensweisen.

Schnell sind wir an der Grenze zu Kambodscha. In Aranaprathet haben wir das Gefühl, schon den Dschungel zu spüren, wir finden Unterkunft in einem kleinen Ressort mitten in einem tropischen Wald.
Wir sind gespannt auf Kambodscha und seine Menschen.
Der Friendship-Market am Grenzübergang
Freitag, den 11.01.2013 - Bevor es nach Kambodscha geht, drehen wir am Morgen auf dem gigantisch großen "Friendship-Market", unmittelbar am Grenzübergang. Es ist einer der typischen Grenzmärkte, die es z.B. früher in Deutschland an der Grenze zu Polen gab. Die sozialen Gefälle diesseits und jenseits der Grenze ermöglichen Verkaufserlöse. Handelsware Nr. 1 sind Textilien, die billig in Kambodscha, Vietnam oder China hergestellt werden.
Unsere Protagonistin ist eine kambodschanische Händlerin, die täglich über die Grenze nach Thailand kommt, um hier ihre Ware anzubieten.
Darunter auch selbst genähte Kleider. Dann fahren wir in umgekehrter Richtung ins Nachbarland.
Zwischen den beiden Grenz-Checkpoints hat sich im ca. einen Kilometer breiten Niemandsland ein Spielcasino-Eldorado etabliert.

Little Las Vegas auf eigentlich kambodschanischem Hoheitsgebiet.
Unmittelbar daneben schließen sich in der Grenzstadt Poipet Slums von unvorstellbarer Armut an, aber die werden wir erst am nächsten Morgen zu Gesicht bekommen.
Trotz der Armut immer freundlich und fröhlich
Samstag, den 12.01.2013 - Bei Tagesanbruch muss unsere Protagonistin ihr Haus in der etwas besseren Gegend von Poipet verlassen, um mit der Öffnung der Grenzschranke zum Markt auf thailändischer Seite zu gelangen. Mit ihr ein Heer von Händlern, die ihre alten Holzwagen über die Grenzlinie schieben, um auf der anderen Seite einige Pfennige zu verdienen. Wir spüren, wir haben in Richtung Kambodscha eine Wohlstandsgrenze überschritten.

Wir fahren weiter nach Siem Reap, der nächst größeren Stadt, gleich in der Nähe der berühmten Tempelanlage Angkor Wat. Anstatt des erwarteten Dschungelfeelings empfängt uns jedoch eine Landschaft, die uns streckenweise an Brandenburg erinnern lässt. Felder, Alleen und weites flaches Land. Nur die sehr trubeligen Straßendörfer zwischendurch verweisen darauf, dass wir in Südostasien sind.

Auch hier ist übrigens die Straße im Bestzustand, eine perfekte Asphalttrasse zieht sich schnurgerade durchs Land. Dann erreichen wir Siem Reap, wir sind gespannt auf den nächsten Tag, wir wollen pünktlich zum Sonnenaufgang an den Tempeln von Angkor Wat stehen.
Begleitung eines Mönchs bei seinem Tagesablauf
Sonntag, den 13.01.2013 - Den gesamten Tag verbringen wir in den Tempelanlagen von Angkor Wat. Dies ist auch notwendig, denn das ehemalige Herrschaftszentrum des Khmerreichs ist 20 Quadratkilometer groß. Vor 800 Jahren regierte hier das Königshaus über eine der erstaunlichsten Hochkulturen der Welt. Im Ballungsraum von Angkor lebten damals über 1 Million Menschen, es war das New York des 12./13. Jahrhunderts. Berlin wurde gerade einmal gegründet.
Bis heute ist Angkor Wat Nationalheiligtum, trotz aller tragischen Demütigung des kambodschanischen Volkes sehen sie sich auch heute noch stolz als die "Kinder von Angkor".
Obwohl die damaligen Herrscher Hindus waren, werden die Tempel inzwischen auch von Buddhisten verehrt. Wir treffen auf einen jungen Mönch, mitten im tropischen Wald der Angkor-Tempel. Wir begleiten seinen sehr strengen und zeremoniellen Tagesablauf. Er erzählt uns über seinen Weg zu Buddha.
Bei Sonnenuntergang machen wir Aufnahmen aus der Höhe und sehen noch einmal die versunkene Wunderwelt Angkors in der weiten Landschaft liegen.

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