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Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister
Der Warschauer Pakt plante für den Fall einer kriegerischen Auseinandersetzung einen Blitzkrieg gegen Westeuropa, bei dem NVA und MfS in drei Tagen West-Berlin unter ihre Kontrolle bringen sollten. Der Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister erinnert mit neuen Dokumenten und bislang unbekanntem Filmmaterial an dieses skurrile Szenario des Kalten Krieges.
Eine filmische Stadtrundfahrt durch West-Berlin Anfang der 80er Jahre: Lakonisch nennt ein Sprecher Straßennamen und Plätze. Nicht Sehenswürdigkeiten stehen im Vordergrund der Aufnahmen, sondern die strategischen Punkte der Stadt, die im Fall einer Besetzung einzunehmen wären. Auch 25 Jahre später kann sich kaum ein Zuschauer der Wirkung dieser Bilder entziehen - der Film war Teil der Vorbereitung der DDR-Aufklärung für den "Fall X", der militärischen Eroberung West-Berlins.
Für die DDR-Führung blieb West-Berlin immer ein rotes Tuch - dort saßen die Westalliierten, dort war der "Klassenfeind". Nach dem Mauerbau hatte sich die Situation um das "Schaufenster der freien Welt" beruhigt. Anfang der 70er Jahre kam es im Zuge der Entspannung zu rechtsgültigen Vereinbarungen der Westmächte mit der Sowjetunion über den Status der Stadt. Doch die alte sowjetische Militärdoktrin blieb gültig, die davon ausging, dass im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung der Feind auf seinem Territorium vernichtend zu schlagen ist. Der Warschauer Pakt plante für diesen Fall einen Blitzkrieg gegen Westeuropa, bei dem die Truppen der "Vereinten Streitkräfte" in sieben Tagen am Rhein stehen sollten. Für diesen Fall hätten NVA und MfS in drei Tagen West-Berlin unter ihre Kontrolle zu bringen gehabt. Jährlich fanden Planspiele statt, in denen bis ins Detail festgelegt wurde, wie und unter welchen Bedingungen der "Stachel im Fleisch des Sozialismus" unschädlich gemacht werden sollte.
Der Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister erinnert mit neuen Dokumenten und bislang unbekanntem Filmmaterial an dieses skurrile Szenario des Kalten Krieges.
Für die DDR-Führung blieb West-Berlin immer ein rotes Tuch - dort saßen die Westalliierten, dort war der "Klassenfeind". Nach dem Mauerbau hatte sich die Situation um das "Schaufenster der freien Welt" beruhigt. Anfang der 70er Jahre kam es im Zuge der Entspannung zu rechtsgültigen Vereinbarungen der Westmächte mit der Sowjetunion über den Status der Stadt. Doch die alte sowjetische Militärdoktrin blieb gültig, die davon ausging, dass im Falle einer kriegerischen Auseinandersetzung der Feind auf seinem Territorium vernichtend zu schlagen ist. Der Warschauer Pakt plante für diesen Fall einen Blitzkrieg gegen Westeuropa, bei dem die Truppen der "Vereinten Streitkräfte" in sieben Tagen am Rhein stehen sollten. Für diesen Fall hätten NVA und MfS in drei Tagen West-Berlin unter ihre Kontrolle zu bringen gehabt. Jährlich fanden Planspiele statt, in denen bis ins Detail festgelegt wurde, wie und unter welchen Bedingungen der "Stachel im Fleisch des Sozialismus" unschädlich gemacht werden sollte.
Der Film von Hans Sparschuh und Rainer Burmeister erinnert mit neuen Dokumenten und bislang unbekanntem Filmmaterial an dieses skurrile Szenario des Kalten Krieges.





