- Das Spukschloss im Spessart

Spielfilm Deutschland 1960

Mit "Das Wirtshaus im Spessart" aus dem Jahr 1958 konnte Komödienregisseur Kurt Hoffmann einen fantastischen Erfolg feiern. Kein Wunder, dass er sich an eine Fortsetzung machte. Neben Kurt Hoffmanns Entdeckung und Lieblingsschauspielerin Liselotte Pulver spielt Hanne Wieder auf köstliche Weise die Ex-Räuberbraut Katrin, die aus Gründen der Erotik unter dem Dasein als Gespenst leidet und ihren Sex-Appeal in einem menschlichen Körper noch einmal erfolgreich bei einem leibhaftigen orientalischen Fürsten alias Hans Clarin ausprobieren kann.
Es ist die Zeit des großen Wirtschaftswunders. In Deutschland wird geschafft und gebaut, und so soll auch durch den Spessart eine Autobahn gebaut werden. Dabei kommt es an den Tag, was man sich vom Wirtshaus dieser Gegend nur hinter vorgehaltener Hand erzählte: Die Spessarträuber wurden tatsächlich lebendig eingemauert! Nun macht es ein Baukran möglich, dass sie ungehindert spuken dürfen.

Zuflucht finden die vertriebenen Geister im Schloss Sandau, in dem die Komtess Charlotte mit Onkel und Tantchen lebt. Doch das "Komtesschen" wird von argen Geldnöten geplagt. Insbesondere einer ihrer Gläubiger, der Hotelier Hartog, macht Charlotte das Leben schwer, weil er ihr Schloss in ein Luxushotel umbauen will.

Die Gespenster beschließen, der jungen Frau zu helfen. Sie trinken einen Zaubertrank und verwandeln sich in Menschen aus Fleisch und Blut. Für Verwirrung sorgt zudem ein orientalischer Prinz, der auf dem Schloss Urlaub macht.
1957 schuf Kurt Hoffmann, zu dieser Zeit Deutschlands erfolgreichster und bester Komödienregisseur, mit seinem Film "Das Wirtshaus im Spessart" eine der schönsten musikalischen Komödien des deutschen Nachkriegsfilms. Kein Wunder, dass bald darauf eine erste Fortsetzung entstand, die unter dem Titel "Das Spukschloss im Spessart" abermals ein großer Erfolg wurde.

Der 1960 entstandene Streifen ist jedoch keine reine romantische Räuberballade mehr, sondern eine witzig-ironische Farce der bundesdeutschen Politik Ende der 1950er-Jahre, ein amüsantes "Grusical" voll zündender Gags und raffinierter Tricks. Ein weiteres Mal überzeugt Liselotte Pulver als liebenswerte Hauptdarstellerin. An ihrer Seite spuken Paul Esser, Curt Bois, Georg Thomalla, Hans Ritter und Hanne Wieder. Die zündende Musik schrieb Friedrich Holländer.

Darsteller/Regie

Liselotte Pulver: Comtesse Charlotte von Sandau
Hanne Wieder: Geist Katrin
Heinz Baumann: Martin Hartog
Hubert von Meyerinck: Major von Teckel / Oberregierungsrat von Teckel
Hans Clarin: Prinz Kalaka
Georg Thomalla: Geist Max
Curt Bois: Geist Hugo
Hans Richter: Geist Jockel
Paul Esser: Geist Toni
Elsa Wagner: Tante Yvonne
Ernst Waldow: Onkel Ernst August
Herbert Hübner: Hartog
Veronika Fitz: Sophie

Regie: Kurt Hoffmann
Drehbuch: Günter Neumann
Produktion: Georg Witt
Musik: Friedrich Hollaender
Kamera: Günther Anders