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Film von Nicola Graef
Das Projekt löste schon im Vorfeld einen gewaltigen Hype aus und wurde dann auch zu einem Kulturhighlight Berlins im Frühjahr 2013: "Masse". Das Staatsballett Berlin tanzt im Berghain, dem wohl bekanntesten Technoclub Europas. 30 Tänzer, drei Choreographen waren dabei, ebenso der Malerstar Norbert Bisky, der zum ersten Mal ein Bühnenbild gestaltete. Die Musik kam von fünf DJs, die regelmäßig in dem ehemaligen Heizkraftwerk auftreten. Regisseurin Nicola Graef begleitete die Künstler bei ihrem Wagnis, dieses ambitionierte Projekt umzusetzen, denn Techno und Ballett sind keine natürlichen Verbündeten.
Das Projekt löste schon im Vorfeld einen gewaltigen Hype aus und wurde dann auch zu einem Kulturhighlight Berlins im Frühjahr 2013: "Masse". Das Staatsballett Berlin tanzt im Berghain, dem wohl bekanntesten Technoclub Europas. 30 Tänzer, drei Choreographen waren dabei, ebenso der Malerstar Norbert Bisky, der zum ersten Mal ein Bühnenbild gestaltete. Die Musik kam von fünf DJs, die regelmäßig in dem ehemaligen Heizkraftwerk auftreten. Regisseurin Nicola Graef begleitete die Künstler bei ihrem Wagnis, dieses ambitionierte Projekt umzusetzen, denn Techno und Ballett sind keine natürlichen Verbündeten.
Die Idee für diesen ungewöhnlichen Tanzabend hatten Michael Teufele und Norbert Thormann, die Macher der berühmten Techno-Kathedrale. Dafür bauten sie die bislang ungenutzte Halle am Berghain aus und brachten die unterschiedlichen Künstler zusammen. Für Norbert Bisky, einen der erfolgreichsten Maler seiner Generation, war die Gestaltung des Bühnenbilds ein Novum. Zum ersten Mal bemalte er keine Leinwände, sondern war für einen ganzen Raum zuständig und tauchte dabei in für ihn fremde Welten ein: "In der Bildenden Kunst denken ja immer alle, dass unsere Kunst die wichtigste der Welt ist und jeder alles wissen muss. Wenn ich das jetzt auf die Ballettwelt übertrage, bin ich ein völlig unwissender, dummer Mensch, der neu lernen muss. Das ist nicht immer leicht, aber gut. Außerdem muss ich jetzt aus meiner Ecke des Ateliers raus, wo ich seit zwölf Jahren allein arbeite und mich auf ein Team einstellen." So Norbert Bisky im Film.
Ähnlich ging es auch den anderen Künstlern: den fünf DJs, der ersten Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, Nadja Saidakova, Xenia Wiest, ebenfalls Tänzerin des Staatsballetts und dem Choreographen Tim Plegge. "Der Rollenwechsel von der Tänzerin zur Choreographin ist nicht einfach für mich. Dann kommt noch eine Musik dazu, wie wir sie aus dem Ballett nicht kennen. Das wird spannend", erzählt Nadja Saidakova, die zugibt, durchaus auch mal zum Tanzen ins Berghain zu gehen. "Man kann nicht immer nur in den vier Wänden des Ballettsaals tanzen, man muss auch mal die Atmosphäre wechseln."
Marcel Dettmann, seit den Anfängen des Berghain als DJ dabei, komponierte mit Frank Wiedemann die Musik für die Solotänzerin. "Was Tänzer tagtäglich ihren Körpern antun, ist schon Wahnsinn. Das könnte ich nicht, auch wenn wir unsere Körper ebenfalls sehr in Anspruch nehmen, nur auf eine andere Weise. Jede Woche in verschiedenen Städten Clubmusik zu machen, nachts oder im Morgengrauen, auf Flughäfen sitzen, jeden Tag woanders, das ist auch anstrengend."
Auch der international erfolgreiche Musiker Henrik Schwarz, der für den Choreographen Tim Plegge die Musik komponierte, ist begeistert von dem "Masse" Projekt. "Technomusik ist Kultur, aber seit über 20 Jahren mehr oder weniger nie aus den Clubs raus gekommen. Es wird Zeit, dass auch andere Menschen zu unserer Musik tanzen."
Der Film hat die Entstehung des Stücks "Masse" über ein Jahr lang begleitet. Zugleich erkundet er die unterschiedlichen Lebenswelten der beteiligten Künstler. Dabei gelingen der Regisseurin berührende Einblicke in den Arbeitsalltag der verschiedenen Künstler.
Die Idee für diesen ungewöhnlichen Tanzabend hatten Michael Teufele und Norbert Thormann, die Macher der berühmten Techno-Kathedrale. Dafür bauten sie die bislang ungenutzte Halle am Berghain aus und brachten die unterschiedlichen Künstler zusammen. Für Norbert Bisky, einen der erfolgreichsten Maler seiner Generation, war die Gestaltung des Bühnenbilds ein Novum. Zum ersten Mal bemalte er keine Leinwände, sondern war für einen ganzen Raum zuständig und tauchte dabei in für ihn fremde Welten ein: "In der Bildenden Kunst denken ja immer alle, dass unsere Kunst die wichtigste der Welt ist und jeder alles wissen muss. Wenn ich das jetzt auf die Ballettwelt übertrage, bin ich ein völlig unwissender, dummer Mensch, der neu lernen muss. Das ist nicht immer leicht, aber gut. Außerdem muss ich jetzt aus meiner Ecke des Ateliers raus, wo ich seit zwölf Jahren allein arbeite und mich auf ein Team einstellen." So Norbert Bisky im Film.
Ähnlich ging es auch den anderen Künstlern: den fünf DJs, der ersten Solotänzerin des Staatsballetts Berlin, Nadja Saidakova, Xenia Wiest, ebenfalls Tänzerin des Staatsballetts und dem Choreographen Tim Plegge. "Der Rollenwechsel von der Tänzerin zur Choreographin ist nicht einfach für mich. Dann kommt noch eine Musik dazu, wie wir sie aus dem Ballett nicht kennen. Das wird spannend", erzählt Nadja Saidakova, die zugibt, durchaus auch mal zum Tanzen ins Berghain zu gehen. "Man kann nicht immer nur in den vier Wänden des Ballettsaals tanzen, man muss auch mal die Atmosphäre wechseln."
Marcel Dettmann, seit den Anfängen des Berghain als DJ dabei, komponierte mit Frank Wiedemann die Musik für die Solotänzerin. "Was Tänzer tagtäglich ihren Körpern antun, ist schon Wahnsinn. Das könnte ich nicht, auch wenn wir unsere Körper ebenfalls sehr in Anspruch nehmen, nur auf eine andere Weise. Jede Woche in verschiedenen Städten Clubmusik zu machen, nachts oder im Morgengrauen, auf Flughäfen sitzen, jeden Tag woanders, das ist auch anstrengend."
Auch der international erfolgreiche Musiker Henrik Schwarz, der für den Choreographen Tim Plegge die Musik komponierte, ist begeistert von dem "Masse" Projekt. "Technomusik ist Kultur, aber seit über 20 Jahren mehr oder weniger nie aus den Clubs raus gekommen. Es wird Zeit, dass auch andere Menschen zu unserer Musik tanzen."
Der Film hat die Entstehung des Stücks "Masse" über ein Jahr lang begleitet. Zugleich erkundet er die unterschiedlichen Lebenswelten der beteiligten Künstler. Dabei gelingen der Regisseurin berührende Einblicke in den Arbeitsalltag der verschiedenen Künstler.




