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Die Welt von morgen
Themen u.a.:
* aktuell: Power für Philae
* aktuell: Chromosom aus dem Labor
* Gefälschte Stammzellforschung
* Vernachlässigte Sammlungen
* Vom Gruselkabinett zum Forschungsgut
Moderation: Kristina zur Mühlen
* Power für Philae
Wenn heute Abend, nach mehr als zweieinhalb Jahren "Winterschlaf", der Lander "Philae" an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta aktiviert wird, muss eine Software hochgeladen werden, um im Laufe der nächsten Tage die Instrumente testen zu können. Der benötigte Strom kommt aus den Solarzellen von Rosetta. Diese wurden von einer Firma in Heilbronn gebaut, die sich auf Hochleistungssolarzellen für die Raumfahrt spezialisiert hat. Wenn "Philae" dann auf dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" landet, bezieht er seine Energie aus den eigenen, besonders leistungsstarken Solarzellen.
* Chromosom aus dem Labor
Erstmals haben Forscher ein Chromosom eines Lebewesens mit Zellkern nachgebaut. Den Forschern ist es gelungen, ein komplettes Chromosom der Hefe Saccharomyces cerevisiae im Reagenzglas nachzubauen. Ziel der Methode ist es, künftig Lebewesen zu entwerfen, die bestimmte Kraftstoffe oder Arzneimittel herstellen.
* Gefälschte Stammzellforschung
2001 war der Kardiologe Bodo-Eckehard Strauer weltweit einer der ersten beiden Herzchirurgen, die Herzinfarktpatienten mit Stammzellen aus deren eigenem Knochenmark behandelten. Schon kurz nach der Behandlung vermeldete er einen bahnbrechenden Erfolg: Bei dem Patienten habe sich "die Infarktgröße um fast ein Drittel verringert, auch die Herzleistung hat sich deutlich verbessert". Jedoch ließen sich seine Erfolge weltweit nicht reproduzieren. Seit Ende 2012 häuften sich Fälschungsvorwürfe gegen den Kardiologen, zwei Kommissionen der Uniklinik Düsseldorf prüften sie anderthalb Jahre lang und haben nun ein Disziplinarverfahren gegen Strauer eingeleitet. Fraglich ist dabei unter anderem, ob wissenschaftliches Fehlverhalten Strauers und seiner Kollegen auch Patienten gefährdet haben könnte.
* Vernachlässigte Sammlungen
Den Schweizer Universitäten fehlt es an Geld, Zeit und Platz, um ihre wissenschaftlichen Sammlungen fachgerecht zu erhalten. Das ist prekär: Sammlungen sind wichtig für die Forschung und die Lehre und sie sind als Kulturgut geschützt. Trotzdem werden immer wieder wissenschaftliche Sammlungen aufgelöst oder gar entsorgt. Ein Basler Historiker fordert jetzt besseren Schutz für die bedeutenden Kulturgüter.
* Vom Gruselkabinett zum Forschungsgut
Zoologen haben einst viel Skurriles gesammelt und in Alkohol eingelegt. Mit den Jahren verlor die Forschung ihr Interesse an doppelköpfigen Echsen und achtbeinigen Kälbern. Das hat sich mit dem Aufkommen von DNA-Analysen radikal geändert: Historische Sammlungen sind als Genpool unverzichtbar geworden. Doch die Objekte haben über die Jahre stark gelitten. Das Naturhistorische Museum Basel saniert jetzt seine Sammlung - ein Millionenprojekt.
Wenn heute Abend, nach mehr als zweieinhalb Jahren "Winterschlaf", der Lander "Philae" an Bord der ESA-Raumsonde Rosetta aktiviert wird, muss eine Software hochgeladen werden, um im Laufe der nächsten Tage die Instrumente testen zu können. Der benötigte Strom kommt aus den Solarzellen von Rosetta. Diese wurden von einer Firma in Heilbronn gebaut, die sich auf Hochleistungssolarzellen für die Raumfahrt spezialisiert hat. Wenn "Philae" dann auf dem Kometen "67P/Tschurjumow-Gerassimenko" landet, bezieht er seine Energie aus den eigenen, besonders leistungsstarken Solarzellen.
* Chromosom aus dem Labor
Erstmals haben Forscher ein Chromosom eines Lebewesens mit Zellkern nachgebaut. Den Forschern ist es gelungen, ein komplettes Chromosom der Hefe Saccharomyces cerevisiae im Reagenzglas nachzubauen. Ziel der Methode ist es, künftig Lebewesen zu entwerfen, die bestimmte Kraftstoffe oder Arzneimittel herstellen.
* Gefälschte Stammzellforschung
2001 war der Kardiologe Bodo-Eckehard Strauer weltweit einer der ersten beiden Herzchirurgen, die Herzinfarktpatienten mit Stammzellen aus deren eigenem Knochenmark behandelten. Schon kurz nach der Behandlung vermeldete er einen bahnbrechenden Erfolg: Bei dem Patienten habe sich "die Infarktgröße um fast ein Drittel verringert, auch die Herzleistung hat sich deutlich verbessert". Jedoch ließen sich seine Erfolge weltweit nicht reproduzieren. Seit Ende 2012 häuften sich Fälschungsvorwürfe gegen den Kardiologen, zwei Kommissionen der Uniklinik Düsseldorf prüften sie anderthalb Jahre lang und haben nun ein Disziplinarverfahren gegen Strauer eingeleitet. Fraglich ist dabei unter anderem, ob wissenschaftliches Fehlverhalten Strauers und seiner Kollegen auch Patienten gefährdet haben könnte.
* Vernachlässigte Sammlungen
Den Schweizer Universitäten fehlt es an Geld, Zeit und Platz, um ihre wissenschaftlichen Sammlungen fachgerecht zu erhalten. Das ist prekär: Sammlungen sind wichtig für die Forschung und die Lehre und sie sind als Kulturgut geschützt. Trotzdem werden immer wieder wissenschaftliche Sammlungen aufgelöst oder gar entsorgt. Ein Basler Historiker fordert jetzt besseren Schutz für die bedeutenden Kulturgüter.
* Vom Gruselkabinett zum Forschungsgut
Zoologen haben einst viel Skurriles gesammelt und in Alkohol eingelegt. Mit den Jahren verlor die Forschung ihr Interesse an doppelköpfigen Echsen und achtbeinigen Kälbern. Das hat sich mit dem Aufkommen von DNA-Analysen radikal geändert: Historische Sammlungen sind als Genpool unverzichtbar geworden. Doch die Objekte haben über die Jahre stark gelitten. Das Naturhistorische Museum Basel saniert jetzt seine Sammlung - ein Millionenprojekt.
