
Porträt - Der Ausstatter Frank Knospe
Frank Knospe gehört auch zu den Stamm-Mitarbeitern beim Märchenrätsel. Er stattet die Sendung mit viel Liebe zum Detail aus.
Er war eigentlich bei fast jedem Dreh dabeii und weiß Bescheid.
Franks Arbeit beginnt lange vor den Dreharbeiten. Er bekommt schon im September die Drehbücher von der Regisseurin Renata Kaye. Und dann wird erstmal gelesen und die Phantasie auf Reisen geschickt: Was sieht Frank Knospe, wie stellt er sich einzelne Bilder vor, wie könnte die Szenerie aussehen, welche Requisiten werden gebraucht? Dann erfolgen Absprachen mit der Regisseurin. Sie hat natürlich ihre eigenen Vorstellungen. Gemeinsam einigen sie sich auf die konkreten Anforderungen.


Der Märchenrätsel-Dreh ist verspielter, als viele andere Sendungen. "Hier wird eine irreale Welt geschaffen und man braucht viel Phantasie", sagt Frank Knospe. Das macht ihm Spaß, auch wenn es relativ aufwändig ist.


Im Vulkan, im Reich der Märchenrätselhexe, spielt der brodelnde Hexenkessel eine wesentliche Rolle. Und an die wabernden Nebelschwaben werden besondere Anforderungen gestellt: Nicht zu viel und nicht zu wenig Nebel soll es sein, und er darf natürlich nicht das ganze Bild vernebeln.
Frank Knospe verwendet Trockeneisnebel. Trockeneis ist festes Kohlenstoffdioxid (CO2), das bei minus 78,48 °C in die Gasphase übergeht, ohne vorher zu schmelzen. Der Trockeneisnebel hat den Vorteil, dass er aufgrund seiner Kälte in Bodennähe verbleibt bzw. dorthin absinkt, und nicht wie Nebel aus der Nebelmaschine den ganzen Raum füllt.
Das ist also genau das, was hier gebraucht wird. Das Trockeneis lagert in einem speziellen Behälter und wird mit äußerster Vorsicht benutzt: Nur mit Spezialhandschuhen kann es angefasst und in den Kessel gelegt werden und das darf nur Frank tun. Würde er es mit bloßen Händen anfassen, würde er sich sofort wegen der extremen Kälte eine schlimme Kälteverbrennung zuziehen, das Gewebe seiner Hände würde geschädigt bzw. zerstört werden. Sogar eine Amputation kann dann die Folge sein. Das wissen hier alle und so darf nur der Spezialist Frank Knospe mit dem Trockeneis hantieren.
Wenn er dann heißes Wasser über das Trockeneis gießt, natürlich auch sehr vorsichtig, dann beginnt der Nebel zu wabern. Über den Rand des Hexenkessels sinkt er nach unten. Ein toller Effekt, der heute nicht mehr so oft benutzt wird.
Auf jeden Fall ist es jedes Jahr wieder eine spannende Herausforderung für unseren Requisiteur.
Über seine Arbeit als Ausstatter sprach Frank Knospe mit Tina Henneberg vom rbb Familienprogramm.
