
Märchenrätsel - Drehreport: Vulkan im Filmpark
Hier finden wir die perfekte Szenerie für die Höhle der Märchenrätselhexe: Düsteres Gestein, geheimnisvolle Gänge, dunkle Ecken und Nischen.

'Puff' und 'Zeng' im Vulkan
Normalerweise ist es in einem Vulkan ja eher heiß. Aber der Babelsberger Vulkan im Filmpark ist schon erloschen, die Saison 2013 ist beendet, die Zuschauerränge sind leer.
Doch Anfang November herrscht in den grauen, gruseligen Zugängen des Vulkans noch einmal reges Treiben: Der rbb dreht fürs Märchenrätsel!

Und das Team findet hier die perfekte Szenerie für die Höhle der Märchenrätselhexe: Düsteres Gestein, geheimnisvolle Gänge, dunkle Ecken und Nischen. Trotzdem gibt’s für den Ausstatter Frank Knospe noch viel zu tun. Säckeweise Herbstlaub hat er auf dem Boden verstreut, spinnwebenverhangene Requisiten aufgebaut, eine Rabenmöve (der Körper ist ein Rabe, die Füße sind Möve), Fledermäuse hier und dort, auch der Adventskranz ist voller Spinnweben. Huhhh! Das ist das Reich der Märchenrätselhexe!

Eine Stunde in der Maske
Das schon in Himmelpfort bewährte Team ist bereits zum dritten mal dabei. Auch für das Team ist es immer wieder schön, wenn aus Angelika Mann, Fräulein Ratesumbria wird. Und da erscheint sie schon, fertig in Kostüm und Maske! Doch sie hat schon über eine Stunde Arbeit hinter sich. So lange dauert es nämlich, bis aus der Schauspielerin unsere Märchenrätselhexe wird.

Für die Maskenbildnerin Heike Anders ist es schon Routine. Sie ist von Anfang an dabei, hat also die Verwandlung schon in den vergangenen 15 Märchenrätseln vollzogen. Sie hilft beim Kostümanziehen und dann geht es an die Maske: Haare, Nase, Wimpern sind falsch und müssen aufgesetzt und angeklebt werden. Die langen Hexenfingernägel sind direkt an den Handschuhen angebracht. Fräulein Ratesumbria sieht immer gleich gut aus und die Jahre gehen spurlos an ihr vorüber.
Ein sehr wichtiges Detail betrifft den Ton und daran wird auch hier in der Maske gearbeitet. Damit alle Texte sauber zu hören sind, wird natürlich ein Mikrofon gebraucht. Oft wird es außen irgendwo an der Garderobe befestigt. Hier aber steckt es unter der Perücke der Märchenrätselhexe auf der Stirn und ist fast nicht zu sehen. Saubere Arbeit!

Ein Fuffziger in die Kalauer-Kasse!

Dann soll sie auch noch mit einer großen Kelle den Nebel aufrühren, damit er perfekt aufstiebt. Der dazu passende Kalauer wird sogar gesungen: "Das ist die perfekte Kelle…" Da klingen Juli doch die Ohren und das mitten im November!
Und schließlich gibt’s auch noch die ganz normalen Versprecher: "Ich werde meine Cousine Grusnelda Irrwisch fragen, ob sie nicht für mich schlafen will!", obwohl Grusnelda doch eigentlich fahren soll. Auch die zweite Fassung stimmt nicht so ganz: "Ich werde meine Cousine fragen, ob sie nicht für mich fragen will!" Fragen über Fragen, aber beim dritten Mal hat alles geklappt.

Hier eine kleine Auswahl:
"Du kriegst von mir ein Puff oder ein Zeng!" – so kann man es auch sagen, wenn ein "Ab!" gemeint ist.
"Da war jetzt vor dem Märchenfilm ein kleines Stopperchen." – vor dem Wort "Märchenfilm" war eine kleine, unerwünschte Pause.
"Ein Häuchlein" – ein wenig, ein bisschen.
"Ich lass das mal gelten!" – das war in Ordnung so.
"Noch linksiger!" – noch ein kleines Stück nach links.
"Da kann man nicht genug meckern." – diese Einstellung ist im Kasten.


Im Vulkan gebibbert und gekichert hat Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm.
