Portträt: Grafiker Sascha Moser (Quelle: rbb/ Tina Henneberg)

Porträt - Der Grafiker Sascha Moser

Sascha Moser ist auch so ein Dauermärchenrätselmacher, schon seit vielen Jahren gibt er den Sendungen den letzten grafischen Pfiff.

Im letzten Jahr hatte unser Grafiker noch eine ganz besondere Aufgabe. Er entwickelte das Irrlicht "Ira Irrwisch". Die Idee für diese Lichtgestalt hatte die Regisseurin Renata Kaye schon im Jahr 2010. Bereits damals tauschte man erste Gedanken aus: Wie könnte so ein Ding aussehen, so ein Irrlicht, welche Farbe soll es haben und so weiter. Im Sommer begann Sascha Moser mit der Hauptarbeit. Ira sollte nur eine Lichterscheinung sein, kein Gesicht, keine Stimme, und bitte in Pink. Sascha setzte sich an seinen Computer und probierte herum.

Wie ein Koch, der sich ein neues Rezept ausdenkt, nahm er hiervon ein bisschen und davon ein bisschen: "Viele Zutaten ergeben die Erscheinung" erklärt er. Man könne nicht auf einen Knopf drücken und dann sei so ein Ding da, sondern man muss, nein, man kann schön herumexperimentieren. Das macht natürlich einem kreativen Kopf am meisten Spaß.

Schon im vorigen Jahr kam bei seinen Experimenten die Zeitungsente der "Hexischen Allgemeinen" heraus, ein Wesen, bei dem er sich von einer Kinderzeichnung inspirieren ließ. Daran feilte und schliff er so lange herum, bis die Ente ihm und der Regisseurin gefiel.

Jedes Jahr müssen neue Ideen her. Das Publikum werde immer anspruchsvoller, meint Sascha Moser. Und die Ansprüche wachsen mit jedem neuen Kinofilm, der mit großartigen Tricks und Effekten aufwartet. Diese Ansprüche werden auch an Fernsehsendungen erhoben, obwohl diese natürlich mit einem ungleich geringeren Budget produziert werden. Und dann ist da auch noch der eigene Ehrgeiz, dass man es immer noch besser machen will.

Für Ira Irrwisch lieferte Sascha Moser zunächst eine Idee vor dunklem Hintergrund. Ein pinkfarbener Lichtball zuckte und sauste hin und her. An dieser Idee wurde dann weiter gearbeitet. Bei den Dreharbeiten im Herbst wusste die Regisseurin schon ungefähr, wie Ira aussehen wird. Der Weihnachtsmann und die Märchenrätselhexe hingegen mussten vollkommen ihre Phantasie spielen lassen: Ira wird rechts oben im Bild leuchten, also musste der Blick des Weihnachtsmanns oder der Märchenrätselhexe nach rechts oben – quasi ins Leere – gehen. Diese Anweisungen gab die Regisseurin, denn nur sie wusste bislang, wie die fertige Szene aussehen wird.

Nachdem die Dreharbeiten in Himmelpfort und im Vulkan abgeschlossen waren, ging es an den Schnitt. Dabei wurden die einzelnen Szenen aller Sendungen in der richtigen Reihenfolge aneinander montiert. Und dann erst kam der Grafiker wieder zum Zuge. Ira wurde eingefügt und dann stimmten auch die Blicke des Weihnachtsmanns und der Märchenrätselhexe.

Aber das ist nicht alles, was Sascha Moser für die Märchenrätsel tut. Alles, was glitzert und glimmert und schimmert kommt auch aus seinem Computer. Und wenn die Bilder schon beim Drehen schön und weihnachtlich und geheimnisvoll aussahen, dann sind die fertigen Sendungen einfach glänzend!


Mit dem Grafiker Sascha Moser unterhielt sich Tina Henneberg vom rbb-Familienprogramm.