Bild zum Film: Der Fluss war einst ein Mensch, Quelle: rbb/SWR/Rohfilm Produktion

Debüt im rbb - Der Fluss war einst ein Mensch

Alexander Fehling in einem der eindrucksvollsten deutschen Filme der letzten Jahre.

Logo zur Reihe "Debüt im rbb", Quelle: rbb

Ein junger Deutscher reist durch ein afrikanisches Land. Am Ufer eines Flusses begegnet er einem alten Fischer, der ihn in seinem Holzboot tief in die Wildnis mitnimmt. Am nächsten Morgen ist der Fischer gestorben und der junge Mann findet sich allein in einem schier endlosen Flussdelta. Die Leiche versenkt er im Fluss und versucht seinen Weg zu finden. Es beginnt ein intimer Kampf mit dem Tod, mit seinen Ängsten und der eigenen Wahrnehmung.

Nach tagelangem Umherirren gelangt er in ein Dorf fern der Zivilisation, doch seine Odyssee ist damit nicht zu Ende. Da er der Familie des Fischers die Leiche nicht bringen kann, können die Todesriten nicht vollzogen werden. Der junge Mann verliert immer mehr die Kontrolle in den Unwägbarkeiten einer fremden Kultur.

Mit dem Film "Der Fluss war einst ein Mensch" lässt Regisseur Jan Zabeil seinen namenlosen Protagonisten (eindrucksvoll gespielt von Alexander Fehling) unvorbereitet in die Wildnis Afrikas, aber auch durch die Hölle seiner eigenen Angstfantasien und -projektionen reisen. Durch das Erleben einander eigentlich ausschließender Realitäten muss er sich seinen Ängsten stellen und lernt, sie in ein neues Verhältnis zu setzen - und findet dadurch zu sich selbst.

In der filmischen Umsetzung wandelt Zabeil auf einem spannenden Grat zwischen Dokumentarischem und Fiktion, zwischen Mystik und Realismus. Das Ergebnis ist eine extreme, künstlerische Filmerfahrung, erzeugt mit minimalistischen Mitteln.

 

Der Fluss war einst ein Mensch
Spielfilm Deutschland 2011

mit
Alexander Fehling
Sariqo Sakega
Obusentswe Dreamar Manyima
Babotsa Sax'twee
Nx'apa Motswai u.a.

Kamera: Jakub Bejnarowicz
Buch und Regie: Jan Zabeil