Bild zum Film: Shang-High Noon, Quelle: rbb/Degeto

Zum 60. Geburtstag von Jackie Chan - Shang-High Noon

Jackie-Chan-Komödie mit reichlich Martial-Arts-Action und Wortwitz.

China, 1881, in der Verbotenen Stadt: Am Hofe des Kaisers träumt die junge Prinzessin Pei Pei von einem freien Leben in Amerika. Dieses rückt in greifbare Nähe, als sie ihr Englischlehrer Calvin Andrews überredet, heimlich mit ihm in die Vereinigten Staaten zu flüchten.

Eine Falle, wie sich bald herausstellt: Andrews will Pei Pei nicht helfen, sondern liefert sie in Nevada an den aus China verbannten Verbrecher Lo Fong aus, der für ihre Freilassung ein Lösegeld von 100.000 Goldmünzen verlangt. Sofort sendet der Kaiser drei seiner besten Krieger aus, um das Gold in die USA zu bringen und die Prinzessin zu befreien. Auch der bislang eher belächelte Hofgardist Chon Wang, insgeheim in Pei Pei verliebt, lässt es sich nicht nehmen, an der Rettungsmission teilzunehmen.

Bild zum Film: Shang-High Noon, Quelle: rbb/Degeto

Kaum im Wilden Westen angekommen, wird die chinesische Abordnung in einen Zugüberfall verwickelt, den der Outlaw Roy O'Bannon gemeinsam mit seiner Bande organisiert hat. Im Verlauf der turbulenten Aktion stellt sich allerdings heraus, dass der schlitzohrige, etwas zu gutmütige Gauner zwar ein Meister verbaler Theorien ist, sich in der praktischen Ausführung aber selbst im Weg steht. Das Ergebnis: Roy wird von seinen Komplizen übervorteilt und in der Wüste zurückgelassen. Dort begegnet er erneut Chon Wang, der nun entschlossen ist, sich allein nach Carson City durchzuschlagen, wo die Prinzessin festgehalten wird. Roy schickt ihn allerdings in die falsche Richtung, was unerwartete Folgen hat: Der orientierungslose Chinese wird von einem Indianerstamm aufgegriffen und kurzerhand mit der Häuptlingstochter Falling Leaves verheiratet.

Bild zum Film: Shang-High Noon, Quelle: rbb/Degeto

Als er in der nächsten Stadt erneut auf O'Bannon trifft, endet das Wiedersehen in einer wilden Saloon-Keilerei mit anschließendem Gefängnisaufenthalt. Nur mit Hilfe von Falling Leaves kann sich das ungleiche Paar befreien. So avancieren Roy und Chon Wang alias „Shanghai Kid“ zu steckbrieflich gesuchten Gangstern, die notgedrungen gemeinsame Sache machen müssen, um ihre Ziele zu erreichen.

„Das ist nicht der Ferne Osten, das ist der Wilde Westen. Die Sonne geht hier nicht auf, die Sonne geht hier unter!“ Mit diesem Kernsatz schwört der von Owen Wilson gespielte sympathische Möchtegern-Outlaw seinen aus China zugereisten Kompagnon Jackie Chan in die Gesetze des Genres ein, aus dem sich die gut gelaunte, mit Schwung und Witz umgesetzte Actionkomödie anspielungsreich bedient: Cowboys und Indianer treffen auf Komik und Kung Fu. Jackie Chan, seinerzeit in seiner Heimat längst ein Superstar des Martial-Arts-Films, konnte sich mit diesem Auftritt auch des Publikumserfolges in den USA versichern, die Chemie mit seinem verschmitzten Leinwandpartner Wilson stimmt. Die Folge: 2003 trat das dynamische Duo noch einmal als „Shanghai Knights“ in Erscheinung.

Das rbb Fernsehen sendet diesen Film anlässlich des 60. Geburtstages von Jackie Chan (07.04.14).

Shang-High Noon
(SHANGHAI NOON)

Spielfilm USA 2000

Chon Wang (Jackie Chan)
Roy O'Bannon (Owen Wilson)
Pei Pei (Lucy Liu)
Falling Leaves (Brandon Merrill)
Lo Fong (Roger Yuan)
Andrews (Jason Connery) u. a.

Musik: Randy Edelman
Kamera: Daniel Mindel
Buch: Miles Millar, Alfred Gough
Regie: Tom Dey