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Durch eine Beichte gerät ein junger Pfarrer in schwere Gewissenskonflikte.
In der kleinen Zillertaler Gemeinde Ried, nahe Innsbruck, tritt ein neuer Seelsorger die Nachfolge des Pfarrer Bachmayer an. Allerdings erkennt man in Franz Gruber auf den ersten Blick nicht unbedingt den Priester: Er trägt Lederjacke und fährt ein schweres Motorrad, sieht gut aus und geht sehr charmant mit der Damenwelt um. Doch trotz seiner Weltoffenheit hat Gruber die Anforderungen seines Berufs fest im Blick und vertritt vehement die Ideale seiner Kirche.
Die Bewohner des Ortes empfangen ihren neuen Pfarrer mit großem Wohlwollen. Noch ahnt Gruber nicht, dass er schon bald in einen schweren Gewissenskonflikt geraten wird: Der junge Hannes Reyer, Sohn eines wohlhabenden Bauern, treibt in den Wäldern der Gegend als Wilderer sein Unwesen. Als er eines Tages von Förster Auer überrascht wird, erschießt er ihn. Während die Rieder Bürger rätseln, wer der Mörder sein könnte, legt Hannes bei Gruber die Beichte ab – ohne die geringste Reue zu zeigen. Er weiß genau, dass Gruber durch das Beichtgeheimnis zum Schweigen verpflichtet ist. Hilflos muss der Pfarrer mit ansehen, wie Hannes sein Leben als reicher, von den Frauen umschwärmter Bauernsohn fortführt.
Schließlich gibt es eine heiße Spur: In der Werkstatt des jungen, sympathischen Automechanikers Ernst Nortinger findet sich das Gewehr, mit dem der Förster erschossen wurde. Ernst hatte jedoch lediglich die toten Tiere im Auftrag seines Freundes Hannes verkauft, der die Polizei allerdings in ihrem Verdacht noch bestärkt. Angesichts dieser Skrupellosigkeit entschließt Gruber sich zu einem schwerwiegenden Schritt.
Mit „Wetterleuchten über dem Zillertal” inszenierte Theo Maria Werner einen modernen Heimatfilm, der grundlegende Fragen über Moral und Gewissen thematisiert. In der Hauptrolle ist Siegfried Rauch zu sehen.
Wetterleuchten über dem Zillertal
Spielfilm Deutschland/Italien 1974
Franz Gruber, junger Pfarrer (Siegfried Rauch)
Julius Bachmayer, alter Pfarrer (Hans Holt)
Barbara Brandner (Christine Böhm)
Frau Brandner, ihre Mutter (Maria Andergast)
Hannes Reyer (Michael Negri)
Franz Josef Reyer (Walter Sedlmayr)
Walburga (Maria Sigg) u. a.
Musik: Peter Kreuder
Kamera: Hans Jura
Buch: Thomas Harrer
Regie: Theo Maria Werner
