Bild zum Film: Howl – Das Geheul, Quelle: rbb/Degeto/Telling Pictures

Berlinale 2014 - Howl - Das Geheul

James Franco und David Strathairn in einem Film über die Geburtsstunde der „Beat Generation“.

Amerika, Mitte der 1950er Jahre. Kurz nachdem in San Francisco der erste Lyrikband des noch unbekannten Dichters Allen Ginsberg veröffentlicht wird, kommt es zu einem Skandal: Die Staatsanwaltschaft stuft das in dem Buch enthaltene Gedicht „Howl" wegen der teilweise vulgären Wortwahl als „obszön" ein. Da die Verbreitung obszöner Schriften eine Straftat ist, muss der Verleger Lawrence Ferlinghetti sich vor Gericht verantworten. Ihm droht eine mehrjährige Haftstrafe.

Unterstützt von einer Gruppe von Bürgerrechtlern will er nun beweisen lassen, dass es sich bei dem Gedicht um ein Kunstwerk handelt. Ferlinghettis Anwalt Jake Ehrlich und der Ankläger, Staatsanwalt Ralph McIntosh, nehmen eine ganze Reihe von Zeugen ins Verhör, um ihre jeweiligen Positionen bestätigen zu lassen. Parallel dazu sieht man Ginsberg im ausführlichen Gespräch mit einem Journalisten, dem er seine Arbeitsweise, seine Inspirationsquellen und seine Motive erläutert; in Animationsfilm-Einschüben werden einige seiner Gedichte visualisiert.

„Kunst oder Schmutz?", lautet derweil die Frage im Gerichtssaal, die von Literaturexperten wie dem Professor David Kirk und dem Autor und Kritiker Mark Schorer beantwortet werden soll. Die Einschätzungen fallen sehr gegensätzlich aus.

Allen Ginsberg zählt zu den bedeutendsten Vertretern der „Beat Generation", einer Gruppe von Poeten, die in den 1950er Jahren mit ihren avantgardistischen Werken für Furore sorgten. In dem beeindruckenden Zeit- und Personenporträt „Howl - Das Geheul", das 2010 im Wettbewerb der Berlinale zu sehen war, wird er von dem schauspielerischen Multitalent James Franco verkörpert.

Howl – Das Geheul
(HOWL)

Spielfilm USA 2010

Allen Ginsberg (James Franco)
Ralph McIntosh (David Strathairn)
Jake Ehrlich (Jon Hamm)
Richter Clayton Horn (Bob Balaban)
Lawrence Ferlinghetti (Andrew Rogers)
David Kirk (Jeff Daniels)
Mark Schorer (Treat Williams)
Gail Potter (Mary-Louise Parker) u.a.

Musik: Carter Burwell
Kamera: Edward Lachman
Buch und Regie: Rob Epstein und Jeffrey Friedman