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Maria Simon in einem romantischen Heimatdrama.
Die junge Agrarwissenschaftlerin Dr. Ellen Bischoff hat sich der ökologischen Landwirtschaft verschrieben. Doch während sie beruflich Erfolge feiert, steht es mit ihrem Familienleben nicht zum Besten. Einst zerstritt sie sich mit ihrem verwitweten, uneinsichtigen Vater Anton und kehrte dem heimischen Milchbauernhof den Rücken. Nun aber liegt Anton nach einem schweren Herzanfall im Krankenhaus. Ellen bleibt nichts anderes übrig, als nach Hause zurückzukehren, um den Betrieb in Gang zu halten.
Dort trifft sie auch ihre Jugendliebe Felix wieder, dem sie nie verzeihen konnte, dass er sie mit ihrer ehemals besten Freundin Karin betrog. Neben dieser emotionalen Belastung hat Ellen aber auch mit ganz realen, schwerwiegenden Problemen zu kämpfen: Der väterliche Hof ist tief in die Schulden geraten und soll versteigert werden. Die Situation scheint aussichtslos.
Das romantische Heimatdrama mit Öko-Bewusstsein setzt auf große Gefühle. Regisseur Marcus Ulbricht begreift den Heimatfilm-Begriff dabei nicht als Ansammlung von Postkarten-Klischees, sondern nutzt ihn zur ernsthaften Auseinandersetzung mit einer uralten Kultur und Lebensform, die sich in heutigen Zeiten massiven Krisen und wichtigen Neuorientierungen gegenübersieht.
Der Konflikt zwischen traditioneller Landwirtschaft und ökologischen Perspektiven dient dabei als kritischer Aufhänger für eine sehr emotionale Geschichte um Liebe, Familie, Zugehörigkeit und Loyalität, bei der die Hauptdarsteller Maria Simon, Sebastian Bezzel, Muriel Baumeister und Rudolf Kowalski mit einfühlsamem Spiel überzeugen.
Der Geruch von Erde
Fernsehfilm Deutschland 2013
Ellen Bischoff (Maria Simon)
Felix Kleiber (Sebastian Bezzel)
Leonie Moser (Annika Kuhl)
Karin Kleiber (Muriel Baumeister)
Anton Bischoff (Rudolf Kowalski)
Jan Krüger (Thure Riefenstein)
Simon Moser (Sascha Alexander Gersak)
Florian Kleiber (Leo Natalis) u.a.
Musik: Mario Lauer
Kamera: Ludwig Franz
Buch: Andreas Pflüger, Anne-Kathrin Schulze
Regie: Marcus Ulbricht
