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Bild: rbb/Degeto/Barbara Bauriedl

- Ein Gauner Gottes

Bruder Johannes als falscher Mönch, der in einem malerischen Dorf am Bodensee die finsteren Pläne der Dorfhonoratioren durchkreuzt. 

Der fahrende Zimmermann Johannes Keinath kehrt nach 20 Jahren erstmals an seinen geliebten Bodensee zurück. Er war einst im Streit fortgegangen, nachdem er bei einer heftigen Auseinandersetzung seinen Bruder Justus niedergeschlagen hatte. Kaum zu Hause angekommen - der Bruder hat ihm noch immer nicht verziehen - gerät der Heimkehrer erneut in eine Schlägerei: Als zwei Ganoven ihn nach dem Kneipenbesuch überfallen, wehrt der bärenstarke Zimmermann sich mit Leibeskräften.

Wider Willen verletzt Johannes einen der Gauner so schwer, dass er glaubt, ihn getötet zu haben. Aus Angst ergreift er die Flucht. Als Mönch verkleidet, taucht er in einem kleinen Bodenseedorf unter, wo „Bruder Johannes“ bald das Vertrauen des Pfarrers Arne Clausen gewinnt. Der protestantische Geistliche kämpft um den Erhalt seines baufälligen Gotteshauses, das von einer modernen Autobahnkirche ersetzt werden soll. Die Unterstützung des tatkräftigen Mönchs ist Clausen willkommen - Johannes kann zupacken. Sein Argument: „Man soll die Kirche im Dorf lassen“ findet in der Gemeinde Gehör.

Weniger begeistert ist der schlitzohrige Glaserei-Besitzer Ulrich Neigenfindt, der sich bereits die kostbaren Kirchenfenster unter den Nagel gerissen hat und am Neubau der postmodernen Glas-Autobahnkirche kräftig verdienen will. Noch ärgerlicher für Neigenfindt ist, dass die attraktive Schreinerswitwe Sylvia, auf die er schon lange ein Auge geworfen hat, sich bestens mit „Bruder Johannes“ versteht. Als Neigenfindt zufällig herausfindet, dass der vermeintliche Mönch polizeilich gesucht wird, glaubt er seinen Widersacher endlich ausschalten zu können. Doch Gottes Wege sind unergründlich.

Ein Gauner Gottes
Fernsehfilm Deutschland 2004

Johannes Keinath (Fritz Wepper)
Sylvia Hanselmann (Saskia Vester)
Ulrich Neigenfindt (Peter Sattmann)
Arne Clausen (Michael Roll)
Justus Keinath (Jaecki Schwarz) u. a.

Musik: Wolfgang Dauner
Kamera: Živko Zalar
Buch: Felix Huby, Ulrike und Hans Münch
Regie: Helmut Metzger