Astelben Blumen (Quelle: rbb)

- Astilben

Sie fristet eher ein Schattendasein. Doch zwischen Juni und September kommt die Astilbe, je nach Sorte, mit ihren  aufrechten, fedrigen Blütenkerzen ganz groß heraus.

Diese filigrane Staude, auch als Prachtspiere bezeichnet, gedeiht dort am besten, wo andere Pflanzen streiken: unter Bäumen und an sehr feuchten Stellen.

Das Farbspektrum der unzähligen kleinen Blüten, die in auffallenden Rispen stehen, reicht von Weiß über Rosa bis hin zum Rot, wie die alte Sorte „Glut“,  in richtig tiefem Dunkelrot. Beinahe Pink präsentiert sich die Sorte „Federsee“, beeindruckend auch in Kombination mit  „Brautschleier“. Hier erschließt sich der Name fast von selbst. Die hängenden Rispen schweben wirklich, einem Schleier gleich, im Wind.

Jutta und Günter Schulz haben vierzehn verschiedene Sorten in ihrem Garten. Dessen Boden ist sehr feucht. Helle Pflanzen würden schlichtweg verfaulen. Sie wachsen nur in Töpfen, trockengelegt sozusagen. Auch Rosen haben nur im Kübel eine Chance. Eine Verlegenheitslösung ist die Astilbe dennoch nicht. Man hegt sie hier aus Überzeugung.

Die Astilbe scheint wirklich keinem Schädling zu behagen. Weder Blattläuse noch Pilze siedeln sich auf ihr an. Selbst Schnecken machen einen Bogen um sie. Und großer Wintervorkehrungen bedarf es bei der Astilbe auch nicht, denn sie schützt sich mehr oder weniger durch ihre abgestorbenen Blätter. Sie hat auch im Winter die abgetrocknete Blütenrispe drauf, und auch das schützt die Astilbe.

Wer genug Platz hat, kann mit den unterschiedlichen Wuchshöhen spielen. Zwischen 30 und 150 cm ist alles möglich. Die Form der Blütenstände variiert ebenfalls. Manche sind kerzenartig und stehen aufrecht, wie zum Beispiel die „Vision red“ - eine kompakte Variante. Oder auch die eierschalfarbene „Aphrodite“. Sie hat zudem ungewöhnlich dunkle Stiele.

Auch wenn es verführerisch ist Sorten in kräftigen Farben zu pflanzen - weiß blühende Astilben sollten dennoch nicht fehlen. Sie hellen dunkle Gartenecken auf und intensivieren die Farbwirkung der anderen Pflanzen.

Autorin: Martina Hiller

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