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Mit zarten, im Wind nickenden, Glockenblüten schmückt sie sich im Frühjahr, im Sommer mit buschigem Blattwerk und ungewöhnlichen Früchten. An ihnen fanden die Indianer schon vor langer Zeit Geschmack. Daher der Name Indianerbanane.
Das winterharte Gehölz stammt eigentlich aus Nordamerika, wo es besonders auf den fruchtbaren Böden entlang von Mississippi und Missouri gedeiht. Nach Potsdam Marquardt kam Pawpaw, wie die Indianerbanane auch noch genannt wird, vor zehn Jahren. Allerdings nicht als Wildform, sondern als kultivierter Strauch.
Werner Pfannenstiel testete insgesamt acht verschiedene Sorten auf ihre Eignung in Deutschland. Er ist inzwischen zwar im Ruhestand, doch die Entwicklung der exotischen Sträucher verfolgt er nach wie vor. Seinem Rat können die Gärtner vertrauen.
Seine bevorzugte Sorte ist die Sunflower. Sie ist selbstfruchtend, man braucht also keine andere fruchtende Sorte daneben stellen. Sie ist sehr reichblütig und hat sehr schöne Blüten. Die Reife beginnt im Oktober mit sehr großen schönen Früchten und sie sind besonders reich tragend.
Die Blüten der wilden Sträucher übrigens werden nicht von Bienen bestäubt, sondern von Fliegen, Käfern oder dem Wind. So viele Blüten - so viele Früchte
Sechs bis acht Jahre dauert es schon, ehe aus einem zarten Pflänzchen in der Baumschule ein stattlicher ertragreicher Strauch heranwächst. Gut durchlässiger humöser Boden bietet günstige Bedingungen. Freilich kann man dabei nachhelfen.
Für die wachsende Nachfrage nach dieser bei uns noch seltenen Indianerbanane hat Gärtnermeister Jörg Schneider eine plausible Erklärung. Er glaubt, der Gartenfreund sucht nach was aufregend Neuem. Da kommt die Indianerbanane gerade recht.
Attraktiv ist Pawpaw zu jeder Jahreszeit. Die eier- bzw. wurstförmigen Früchte kann man frühestens im Oktober ernten. Dann allerdings ist Eile geboten, denn länger als zwei bis drei Tage lassen sie sich nicht lagern. Überreife Früchte fallen auf die Erde oder bekommen braune Flecken. Das wäre schade, sind die Indianerbananen doch wahre Vitaminspender, unter anderem reich an Vitamin C und A und ungesättigten Fettsäuren.
Ähnlich einer Kiwi werden sie zerteilt und ausgelöffelt. Bei so einer Verkostung kann man schon auf den Geschmack kommen, sie im Kleingarten selbst anzubauen.
Autorin: Uta Greschner









