IGS Hamburg (Quelle: rbb)

- IGS 2013 - Welt der fünf Kontinente

Eine Weltreise antreten ohne ins Flugzeug oder Schiff steigen zu müssen. Die Internationale Gartenschau macht es möglich, ob zu Fuß oder mit der Monorailbahn, der Gartenschaubahn. Zwischen Kleingärten, im Süden des Gartenschaugeländes liegt sie: "Die Welt der 5 Kontinente".

Voneinander getrennt sind die einzelnen Kontinente durch blaue Blütenmeere, die symbolisch für die großen Ozeane stehen. Derzeit sorgen Storchenschnabel und Salvien für die blauen Wogen.

Über Holzstege gelangt der Besucher von einem Erdteil zum nächsten. Start ist in Europa! Kühl und etwas mystisch hinter hellen Holzplanken und mit losen Weiden bepflanzt, präsentiert sich der nordeuropäische skandinavische Teil.

In Zentraleuropa wachsen Eichen und Nadelbäume neben rauen Granitblöcken, die den transalpinen Charakter symbolisieren sollen. Mediterraner wird es in Südeuropa zwischen Olivenbäumen und Salbeiblüten.

Weiter geht es nach Vorderasien in den orientalischen Garten. Auf einer sandigen Lichtung, umwachsen von Gräsern und Palmen, wurde eine morgenländliche Märchenwelt inszeniert. Umgeben von Bambus  kann man in Zentralasien das überdimensionierte Orakel besuchen, ein traditionelles chinesisches Spiel, das nach wie vor in buddhistischen Tempeln praktiziert wird. Neben dem typischen ostasiatischen Pagodenhartriegel findet man schlichte japanische Gestaltungsideen. Eigentlich sollen die Aluminiumstangen in hellem Kiesbett den Besucher zum Innehalten und Betrachten anregen. Die meisten fühlen sich von der wackligen Installation jedoch zu kreativen Balanceakten motiviert.

Sehr viel bunter wird es in der Südsee. Hier reist man durch Bananenstauden zu leuchtenden Fackellilien und mannshohem Rhizinus. Und schon ist Australien erreicht. Vorbei an roten Wänden, in Anlehnung an den Farbton des australischen Bodens, führt der Weg durch das Outback mit Eukalyptus- und Drachenbäumen.

Gleich daneben: Neuseeland, berühmt für seine endlosen Strände, an denen sich Treibholz auftürmt. Im Innern des Landes beeindrucken Farne und heute noch lebende Fossilien: Baumfarne, denen das norddeutsche Klima leider nicht so bekommt.

Wenig Erklärungsbedarf gibt es für Nordamerika. Ein New Yorker Architekt schuf für Hamburg den amerikanischen Traumgarten “Dreamopoly“ - vom Tellerwäscher zum Millionär. Üppiges Grün sucht man hier aber vergeblich.

Dieser Hügel symbolisiert die mexikanischen Inka-Anlagen, umrahmt von Amarant, der ältesten Nutzpflanze der Welt. Plätschernde Sonnenschirme und Mammutbäume stehen hier für den Regenwald entlang des Amazonas.

Letztes Ziel für die Hamburger Weltenbummler : Afrika. Zwischen Palmen und Sanddünen sorgt eine Pyramide für Aufmerksamkeit. Und in einem von Stämmen umsäumten Kral, der typischen afrikanischen Siedlungsform, gedeihen Gemüse, Wein und Hirse. Neben fruchtbaren Böden erstreckt sich die Savanne, bewachsen mit kargen Gräsern.

Und als krönender Abschluss präsentiert sich der Felsen von Sansibar, auf dem eine 25 Jahre alte Schwarzkiefer thront. Bevor es für die Besucher wieder zurück ins vertraute Europa geht.

Beitrag von Martina Hiller

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Hellmuth Henneberg

rbb Gartenzeit 01.09.2013 18:00

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