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Sie sind eigentlich in der Neuen Welt zu Hause – bei uns allerdings gehören sie ebenfalls längst zu den Schönsten im Staudenbeet: Pflanzen der verschiedenen Regionen Nordamerikas, vor allem der Prärie.
Sie haben trotz Züchtung ihren ländlichen Charme behalten, sind überaus widerstandsfähig und blühen hauptsächlich im Hoch- und Spätsommer – wie der Phlox, einer der prominentesten Nordamerikaner.
Präriegärten legt man am besten flächig an, mit einer Mischung aus höheren und niedrigeren Pflanzen - wie auf einer Wiese in freier Landschaft. Bäume als Nachbarn mögen Präriepflanzen nicht so sehr. Denn sie brauchen alle viel Sonne, außerdem einen tiefgründigen, humosen Boden. Ansonsten aber sind sie recht anspruchslos.
Wie die Monarden, die Indianernesseln. Sie verbreiten sogar ein echtes Präriegefühl, denn sie duften leicht nach Pferdestall, aber auch etwas nach Pfefferminze. Wie Präriestauden allgemein muss man auch die Färberkamille nach der Blüte zurückschneiden. Nur dann kommt sie sicher wieder. In der Heimat erledigen das Präriefeuer. Die eigentlich unkomplizierten Kokardenblumen tun sich ebenfalls mit dem Wiederkommen etwas schwer.
In Aussehen und Ansprüchen sind auch Fackellilien prärietauglich, wenngleich sie aus Afrika stammen. Dagegen scheinen sich manche Gewächse als alteingesessene hiesige Bauerngartenblumen auszugeben, haben ihre Wurzeln aber im fernen Amerika: So die Herbstastern und die Sonnenblumen. Und auch die Prachtscharte, seit Jahrhunderten eine unserer schönsten Gartenstauden, ist eigentlich eine waschechte Nordamerikanerin.
Beitrag von Gerlind Teuscher









