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Endlich wieder Wachstum in Berlin. Was wie ein Wahlversprechen klingt, ist für zwei Berliner Hobbygärtnerinnen längst Programm. Etagen-Erika – das ist nicht nur der sonderbare Name einer Pflanze, so nennt sich auch das florierende Geschäftsmodell von Katrin Schübel und Susanne Feldbauer
Seit einem halben Jahr erwecken sie Großstadtbalkone wieder zum Leben. Begonnen hat alles auf einem Balkon.
Das nötige Wissen tragen die beiden aus jahrelanger Balkonpflanzerfahrung zusammen und entwickeln daraus das Konzept eines Lieferservices von Pflanzenpaketen - Mit Garantie zum glücklichen Gedeihen.
In den Lagerhallen des Obst – und Gemüsehofes Teltower Rübchen werden die Vorbereitungen getroffen und alle Utensilien zusammengetragen: Blumenkästen aus Douglasien-Holz, die von einer kleinen Tischlerei aus Sachsen-Anhalt angefertigt werden, torffreie Blumenerde und liebevoll ausgewählte regionale Pflanzen, wie beispielsweise die Skabiose, den Garten-Salbei oder die Kokardenblume - winterharte Stauden, die den Kunden nicht nur dieses Jahr Freude bereiten sollen sondern auch im nächsten Jahr. Das ist der Ansatz.
Und so funktioniert es: auf der Internetseite etagen-erika.de kann man wählen. Je nach Geschmack, Lage und Gießlaune werden verschiedene Pflanzensets angeboten.
Tricolor, Krautrock oder das Herbstset „Pink Mist“– gibt es ab 40 Euro. Dafür bekommt man dann alles, was man zum Selbstpflanzen braucht. Bio-Blumenerde, optional Holzkästen, die Pflanzen, Gartenhandschuhe und eine ausführliche Pflegeanleitung. Ums Düngen muss man sich selbst kümmern. Im engen Kasten ist das für die Pflanze besonders wichtig.
Die Stauden kommen von Foerster Stauden und dem Floragarten Weinreich, die Kräuter aus der Uckermark und saisonal Obst und Gemüse von den Teltower Rübchen. Das ganze Sortiment kann im Raum Berlin bestellt und kostenlos geliefert werden.
Ein Zeichen für die Gärtnerpflanzen und auch qualitativ-hochwertige Pflanzen ist, dass sie stark durchwurzelt sind. Man bricht die Wurzelmasse eiin bisschen auf und regt sie damit zum Weiterwachsen an. Holz- ist besser als Plastikkästen, denn Holz lässt den Frost nicht so an die Pflanzen heran. Also ist es schon ein bisschen Winterschutz, wenn man Pflanzen in Holzkästen pflanzt.
Für Obst und Gemüse ist es jahreszeitlich zwar schon zu spät, Kräuter wachsen im Herbst jedoch noch problemlos. Für den Winter ist in luftiger Höhe sicher etwas Frostschutz angebracht und im nächsten Jahr Geduld bis zur ersten Blüte.
Autorin: Julia Vogel









