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Sie ist dekorativ mit ihren weißen Dolden, beeindruckt durch üppiges Blattwerk und imponiert mit einer Größe von bis zu dreieinhalb Metern. Die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt.
Dennoch sollte ihr der Kampf angesagt werden. Bewaffnet mit wasserdichtem Anzug, Schutzbrille und Handschuhen. Denn Riesenbärenklau ist giftig, ganz besonders der Milchsaft, der böse Verbrennungen verursacht. Um die Verbreitung dieser Pflanze zu verhindern, müssen möglichst bald die Dolden abgeschnitten werden, bevor sich die Samen ausbreiten.
Verpackt in Kunststoffsäcke gehören sie dann in den Hausmüll. Nun geht es der restlichen Pflanze an den Kragen, bzw. an die Wurzel. Mindestens 15 cm tief muss diese raus, damit sie wirklich nie wieder austreibt. Die ganze Aktion sollte möglichst an einem trüben Tag stattfinden, denn unter Sonnenlicht sind Verletzungen noch sehr viel heftiger.
Milchsaft darf auf gar keinen Fall Milchsaft auf die Haut kommen. Wenn das passieren sollte, dann spricht man von bösen Reaktionen, oder simpel: ein Supersonnenbrand. Das sind Furocumarine, die Verbrennungen und Rötungen der Haut bewirken. Das kann dazu führen, dass die Haut dunkler wird. Das sind Erscheinungen, die Monate, manchmal Jahre anhalten können.
Im öffentlichen Grün ist Bärenklau eher nicht zu finden, falls doch, bekämpfen ihn Fachfirmen, indem sie bereits auf die jungen Blätter ein Herbizid aufbringen, das die Pflanze total vernichtet.
In Feld und Flur taucht er jedoch hin und wieder auf, bevorzugt an feuchten und nährstoffreichen Standorten. Wer diese überdimensional großen Dolden entdeckt, auf dicken, massiven Stängeln, mit solchen typischen, roten Sprenkeln, sollte wirklich Rot sehen und jegliche Berührung vermeiden.
Autorin: Martina Hiller








