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Liebhaber bezeichnen sie auch als feurige Mexikanerin oder als die Blume der Azteken, die Dahlie. Schließlich hat sie ihre Heimat in Mexico und bringt erst um 1790 ihre prächtigen Farben in unsere spätsommerlichen Beete oder Kübel.
Es gibt wohl kaum eine andere Pflanze, deren Blüten so viele unterschiedliche Farben und Formen aufweist.
Man unterteilt sie daher in Klassen. Da wären z.B. die Seerosendahlien, ihre leicht nach oben gebogenen Blütenblätter sind so angeordnet, dass sie einer Seerose ähneln, wie die der Sorte „Moray Susan“. Ganz anders die Orchideenblütigen, deren Blütenblätter weit auseinander stehen und somit recht exotisch anmuten.
Die dichtgefüllten kugelrunden Blüten mit spitztütenförmigen Blättern, gehören zur Klasse der Balldahlie. Noch kleiner sind die Pompondahlien, benannt nach den Trotteln an den Mützen der französischen Matrosen.
Zusammengerollte abstehende Blütenblätter, die fast stachlig aussehen, sorgen bei dieser Klasse für die Bezeichnung Kaktusdahlie. Sind die Blätter nur halbgerollt, handelt es sich um Semi-Kaktusdahlien. Und wenn sich die Enden der Blätter spalten, wird daraus eine Hirschgeweihdahlie.
Für den Hobbygärtner mögen diese Details kaum von Belang sein. Wichtig sind üppiger Wuchs und viele Blüten. Voraussetzung dafür ist, sie schon nach dem Austrieb, etwa nach dem 4. Blattpaar das erste Mal zu schneiden. Außerdem braucht die Dahlie einen guten nährstoffreichen Boden, der nicht zu nass ist. Denn sie neigt zu Pilzkrankheiten.
Und wenn regelmäßig die alten Blütenstände abgeschnitten werden, blüht sie umso fleißiger. Allerdings sollte man genau hinsehen, weil sich Knospe und Samenkapsel leicht ähneln. Mit dem ersten Frost hat die Pracht allerdings ein Ende.
Bevor es länger friert, müssen die Knollen raus. Die Erde sollte grob abgeschüttelt werden, nicht völlig, weil die Knollen sonst zu sehr austrocknen. Etwa in 5 cm Höhe wird der Stiel sauber abgeschnitten und dann kann die Knolle auch gleich geteilt werden. Möglichst ohne Gewalt und ohne Schnittstellen, die könnten sonst faulen. In einem kühlen, jedoch frostfreien Keller überleben die Dahlien dann etliche Winter.
Bei der Auswahl der Sorten sollte man auf solche mit nicht allzu großen und schweren Blüten zurück greifen. Sie knicken leicht ab. Sollen es dennoch großblütige Dahlien sein, empfiehlt es sich auf jeden Fall, die Stiele an Stäben zu fixieren.
Auch für die Vase eigenen sich kleinblütige Sorten eher. Ausgenommen davon: die Einfachen. Ihre Blütenblätter fallen schnell ab. Am besten machen sich die kompakten Balldahlien, oder auch die hübschen Halskrausendahlien, die durch aufrechten Wuchs und interessante Blüten bestechen, wie die „Flamenco“, „Olivia“ oder „Brides Bouguet“.
Recht abenteuerlich kommt die Sorte „Es Gelb/Weiß“ daher. Sie beginnt mit gelber Blüte und färbt sich im Laufe der Zeit, Blatt für Blatt, weiß.
Im Kommen sind jedoch wieder die einfachen Dahlien mit so genanntem offenen Auge. Bei ihnen sind die Staubgefäße sichtbar. Sie wirken nicht natürlich und locken auch mehr Bienen in unsere Gärten.
Beitrag von Martina Hiller







