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Als Kulturfolger lebt der Igel heute bevorzugt in Parks und Gärten. Aber nur ein nicht zu aufgeräumter, naturnaher Garten bietet dem Igel ausreichend Nahrung und Unterschlupfmöglichkeiten.
Jeder Gartenbesitzer kann mit ganz einfachen Mitteln seinen Garten zum Igelparadies machen. Sichere Behausungen sind z.B. ein umgestülptes Speisfass unter einem Reisighaufen oder ein Hohlraum in einer Natursteinmauer. Auch in einen umgebauten Schnellkomposter kann das Stacheltier einziehen.
Dieser Komposter ist gleichzeitig ein Igelhaus. Und zwar ganz einfach, schneidet man einen Eingang 10 x 10. Und im Innenbereich legt man Ziegelsteine, dass sich ein Hohlraum bildet. Und gleichzeitig legt man darüber eine Teichfolie. Und darüber kommt dann der Reisig und darauf kann man dann anschließend den Kompost geben.
Im Garten drohen dem stacheligen Gesellen allerdings auch vielfältige Gefahren. So können Zäune zu unüberwindbaren Hindernissen werden. Im schlimmsten Fall bleibt der Igel stecken - und muss verhungern.
Die Gärten müssen durchlässig sein. Sprich: Die Zäune müssen offen sein für den Igel. Im igelfreundlichen Garten hat auch der Maschendrahtzaun ein Loch. Die spitzen Drahtenden werden einfach umgebogen.
Gefährlich sind auch Gartenteiche. Ein Igel kann zwar schwimmen, ist aber kein sehr ausdauernder Schwimmer. Ein flach ins Wasser gelegtes Brett, das am Ufer befestigt ist, kann so manchem Igel das Leben retten.
Und weil sich Igel gerne unter Laub oder im Gras für ein Nickerchen verstecken, sollten Igelfreunde vorsichtig sein beim Rasenmähen und auf einen Laubsauger verzichten.
Immer wieder werden steile Kellertreppen zu Todesfallen für Igel. Einmal runtergefallen, können sich die Tiere nicht mehr aus eigener Kraft retten. Die Treppenstufen sind zu hoch. Eine ausweglose Situation! Wird er nicht gefunden, muss er sterben. Solche Ziegelsteine können Lebens rettend sein.
Sind Haus und Garten igelfreundlich, wird Mecki nicht lange auf sich warten lassen. Bei einer ersten Begegnung wird er wohl zunächst seine etwa 8000 nadelspitzen Stacheln aufstellen. Aber mit der Zeit wird er sich wohlfühlen und man kann ihn abends schnaufen, brummen, knurren oder fiepen hören.
Beitrag von Martin Riebe







