- Gartenhäcksler

Ende Oktober bis tief in den November haben Gartenhäcksler Hochsaison. Zum Schreddern fallen Baum-, Strauch- und Hecken-, aber auch Staudenschnittgut an.

Hobbygärtner nutzen hierbei fast ausschließlich die Häcksler über die Haushaltssteckdose in der mittleren Preislage zwischen 200 und 350 Euro und mit Leistungen von 2000 bis 2800 Watt. Zwischen zwei Techniken kann gewählt werden.

Ein Unterschied ist schon mal unüberhörbar: Der Messerhäcksler macht Krach, während der Walzenhäcksler deutlich leiser ist. Mit ihrer jeweiligen Art des Schredderns empfehlen sie ihr Gehäckseltes für spezielle Einsätze.

Der Messerhäcksler arbeitet nach dem Hobelprinzip. Er schreddert das Schnittgut in feine Scheiben. So eignet es sich nicht nur zum Kompostieren, sondern besonders als Mulch. Mit dem Schnittgut können zum Verschönern Pflanzflächen abgedeckt werden, was gleichzeitig das Wachsen von Unkraut hemmt.

Anders geht der Walzenhäcksler zu Werke. Hier wird das Gehäckselte zusätzlich unter Druck aufgespalten. Was die Angriffsfläche für die Mikroorganismen vergrößert und damit das Verrotten befördert. Deshalb ist das Schnittgut aus dem Walzenhäcksler besonders gut zum Kompostieren geeignet.

Gehäckseltes kann aber auch gleich als organische und somit düngende Substanz dem Humus beigemischt werden. Sei es beim Umgraben oder dem Humushaufen in Bereitschaft. Da gerade längeres, holziges Schnittgut während des Einziehens auch „ausschlagen“ kann, ist beim Häckseln dringend zu Handschuhen und Schutzbrille zu raten. Vor allem sperriges Material kann auch mal den Häcksler blockieren.

Häcksler sind mit einem Überlastschalter ausgestattet. Bei Blockade schaltet sich der Motor so selbst aus. Während bei fast allen Messerhäckslern die Abdeckung abgenommen werden muss, um die Blockade per Hand zu beseitigen, verfügen Walzenhäcksler meist über einen Rücklauf. Dieser springt entweder von allein an oder wird abgerufen. Das Schnittgut fährt zurück, die Blockade wird beseitigt. Diese Technik macht Walzenhäcksler gegenüber der Messervariante allerdings auch etwas teurer.

Nicht mehr als eine maximale Aststärke von 4cm sollte dem Standardhäcksler für den Hobbygärtner zu gemutet werden. Egal, was mancher Hersteller da recht vollmundig verspricht.

Gehäckseltes Schnittgut lockert den Kompost auf, beschleunigt so die Humusbildung. Oder man bringt die organische Substanz direkt in den Boden ein und sorgt somit für eine längerfristige Nährstoffzufuhr. Gehäckseltes Schnittgut leistet aber auch als Mulch gute Dienste.

Und dann gibt es noch eine anderen Grund für den Häckslereinsatz: In die zu kaufenden kommunalen Grünabfallsäcke passt so deutlich mehr als in sperriger Form. Und wer einen Häcksler nur selten zum Einsatz bringt, dem sei statt Kauf das Mieten empfohlen. Ein Beispiel aus Teltow: Je nach Gerät pro Tag zwischen 20 und 25 Euro.

Beitrag von Reinhard Rychlik

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