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Backe, backe Kuchen - Damit Plätzchen und Kuchen gelingen, gibt es Pflanzen, die dem Gebäck das gewisse Etwas verleihen. Vor allem in der Vorweihnachtszeit lohnt sich da die richtige Würze.
Für Vanillegebäck, Kipferln zum Beispiel, wird das Fruchtmark der Vanilleschote unter den Teig geknetet. Kuchen, Torten, Plätzchen enthalten eine Vielzahl pflanzlicher Zutaten, die gemischt und auf einander abgestimmt, den unverwechselbaren Geschmack eines Gebäcks bilden und erst einmal einen backfähigen Teig ergeben. Auch Zuckerrüben oder Zuckerrohr sind meist am Gelingen eines Kuchens beteiligt.
Typisch weihnachtlich duften vor allem exotische Früchte und Samen- wie Sternanis, die Nüsse des Muskatbaumes oder Piment, der wegen seines Aromas auch Nelkenpfeffer heißt. Er ist mit der ähnlich, aber lieblicher duftenden Gewürznelke verwandt.
Dass Safran den Kuchen gelb macht, weiß man zumindest aus dem Kinderlied. Safran ist ein Gewürz aus den Narben vom Safrankrokus. Angesichts der zarten Blüten wird klar, dass echter Safran richtig teuer sein muss. Er blüht im Herbst – hierzulande im Steingarten, zur Gewürzernte aber ausschließlich in südlichen Ländern.
Eine tropische Lorbeerbaumart liefert ein weiteres einst sehr kostbares Gewürz – die Zimtrinde. Dabei handelt es sich um den gerollten Bast, der unmittelbar unter der Borke des Baumes liegt. Bei uns kann man Zimtbäume als Kübelpflanzen halten.
Zu den Ingwergewächsen, die ihre exotische Würze auch gerade duftenden Weihnachtsplätzchen verleihen, zählen Kardamom, Curcuma und Ingwer selbst.
Mohn dagegen kennt man auch aus dem heimischen Garten – für saftige Mohnrollen werden die in den Kapseln reichlich vorkommenden Samenkörner verwendet. Gut dran ist, wer einen Walnussbaum als Hausbaum erwählt hat. Nüsse nämlich sind unerlässlich für die Weihnachtsbäckerei. Ebenso wie Mandeln. Aber die brauchen, um ausreichend Früchte anzusetzen, mildes Weinbau-, oder besser: mediterranes Klima.
Für das Getränk zum Weihnachtsgebäck sorgen die Bohnen von Kaffee- und Kakaobäumen, die es bei uns aber nur im Zimmerpflanzenformat oder in Botanischen Gärten zu sehen gibt.
Beitrag von Gerlind Teuscher









